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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Keßen zahlt Drijencics Vertrauen zurück

15.04.2019

Oldenburg Mladen Drijencic war immer noch begeistert. Die Pressekonferenz nach dem hart umkämpften 90:81 (42:40)-Heimsieg der EWE Baskets Oldenburg gegen Medi Bayreuth war schon lange vorbei, da war der Baskets-Coach immer noch voll des Lobes – besonders für einen seiner Schützlinge.

Ausnahmsweise handelte es sich hierbei aber nicht um einen Stammspieler der Oldenburger, sondern einen Mann aus der zweiten Reihe: Marcel Keßen (4 Punkte), der in der Schlussphase eingewechselt wurde und dazu beitrug, den knappen Vorsprung zu halten. „Marcel hat besonders in der Defensive einen großartigen Job gemacht und mein Vertrauen zurückgezahlt. Insgesamt war das wirklich ansehnlicher Basketball von beiden Mannschaften, ein umkämpftes Spiel. Aber das haben wir auch erwartet.“

Dabei hatte es in der Anfangsphase gar nicht nach einer knappen Angelegenheit ausgesehen. Auch ohne den angeschlagenen Karsten Tadda legten die Baskets vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften großen EWE-Arena einen sehr konzentrierten Beginn hin, nach drei Minuten stand es bereits 10:0. Doch die Gäste aus Franken wurden besser und waren spätestens dann im Spiel angekommen, als De’Mon Brooks sein Team mit einem krachenden Dunking auf 16:18 heranführte.

Der Mannschaft des österreichischen Trainers Raoul Korner war anzumerken, dass es immer noch realistische Chancen auf die Playoff-Teilnahme hat. Nicht umsonst gingen die Bayreuther, bei denen Eric Mika (17) und Kassius Robertson (12) am erfolgreichsten punkteten, mit einer knappen Führung in die Viertel-Pause (21:20). Korner betonte nach der Partie, ihn stimme es positiv, dass seine Mannschaft so lange einem Topteam Paroli bieten konnte. Und auch Drijencic lobte das Team aus Bayern: „Die Mannschaft hat große Qualität, sie haben viel aus sich herausgeholt. Für uns war es schwierig, in der ersten Halbzeit die Defensive zu kontrollieren. Vor allem Eric Mika und Nik Raivio haben uns das Leben schwergemacht.“ Mikas körperliches Spiel bekam der gewohnt engagierte Rasid Mahalbasic Ende des zweiten Viertels am eigenen Leib zu spüren, als der amerikanische Center ihm den Arm ins Gesicht schlug und sich der Österreicher danach auf dem Parkett wälzte. Doch sowohl Mahalbasic als auch sein Team sollten mit einem blauen Auge davonkommen.

Die Baskets, für die Will Cummings (21), Mahalbasic (14) sowie Philipp Schwethelm (14) am besten trafen, zeigten sich im dritten Viertel deutlich verbessert und erhöhten das Tempo. Neben Rickey Paulding (13) lief plötzlich auch Distanzexperte Schwethelm von der Dreierlinie heiß. Bis dato war kein einziger Ball aus der Distanz gefallen. Um die Führung allerdings vorentscheidend auszubauen, tauchten dann doch zu viele Räume in der Defensive auf. „Natürlich hätten wir Karsten heute gut gebrauchen können“, sagte Drijencic, „wenn der Gegner Pick and Roll spielt, ist er unsere Waffe. Er hat am Montag eine Untersuchung und wir sind zuversichtlich, dass er am nächsten Samstag gegen Würzburg wieder spielen kann.“ Doch weder das Fehlen von Tadda und ein unsportliches Foul von Frantz Massenat noch das frühe Ausscheiden von Mahalbasic und Nathan Boothe (11) nach ihrem fünften Foul im Schlussviertel konnte Oldenburg um den Sieg bringen.

Ein Garant dafür war eben auch Keßen. Mit wichtigen Rebounds und Steals machte er auf sich aufmerksam. „Es hat sich gut angefühlt, vom Coach das Vertrauen zu kriegen und ich denke auch, dass ich einen soliden Job gemacht habe. Spieler wie ich müssen immer bereit sein und ich bin da, wenn man mich braucht. Natürlich will ich in Zukunft gerne noch mehr Einsatzzeit kriegen“, unterstrich Keßen seine Ambitionen.

Einzelkritik

Will Cummings (21 Punkte/ 4 Rebounds/ 7 Assists/ 37:49 Minuten Einsatzzeit): Lieferte einmal mehr ab und bestätigte seine überragende Form. Wehrte sich nach Kräften gegen die giftige Verteidigung und glänzte mit sieben Assists offensiv auch als Vorbereiter.

Frantz Massenat (7 Punkte/ 19:18 Minuten): Versuchte trotz Rückenproblemen zu spielen, was man ihm anmerkte. Blieb über weite Strecken unauffällig. Geriet nach seinem unsportlichen Foul an Eric Mika im Schlussviertel mit dem Gegner aneinander.

Marcel Keßen (4 Punkte/ 3:33 Minuten): Setzte sich in der Schlussphase eindrucksvoll in Szene. Durfte schon im zweiten und dritten Viertel reinschnuppern.

Vojdan Stojanovski (6 Punkte/ 28:51 Minuten): Stand in der Startaufstellung und überzeugte am Anfang defensiv. Legte Bayreuths starken Guard Kassius Robertson an die Leine. Blieb offensiv ohne Akzente.

Rickey Paulding (13 Punkte/ 2 Dreier/ 34:02 Minuten): Begann unauffällig, steigerte sich dann. Durch seine Dreier im dritten Viertel konnte sich sein Team entscheidend absetzen. War mit fünf von fünf verwandelten Freiwürfen nervenstark von der Linie.

Rasid Mahalbasic (14 Punkte/ 13 Rebounds/ 26:50 Minuten): Starker Auftritt. Holte etliche Rebounds und traf 83 Prozent seiner Würfe aus dem Feld.

Philipp Schwethelm (14 Punkte/ 2 Dreier/ 7 Rebounds/ 30 Minuten): Spielte sehr effizient, beschränkte sich nicht nur auf die Dreipunktewürfe, sondern holte Rebounds und traf alle seine Freiwürfe.

Nathan Boothe (11 Punkte/ 1 Dreier/ 19:37 Minuten): Traf bei seinem soliden Auftritt starke 80 Prozent seiner Zweipunkt-Würfe und einen wichtigen Dreier in der Schlussphase.

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