Oldenburg - Das war knapp: Die EWE Baskets haben ihr Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen den MBC Weißenfels mit großer Mühe gewonnen. Nach der Niederlage bei Meister Brose Bamberg am Freitagabend überzeugten die Oldenburger Basketballer vor heimischem Publikum zunächst, machten es dann aber noch einmal richtig spannend. Am Ende stand ein äußerst knapper 86:84 (47:34)-Erfolg.

Vor 5073 zum großen Teil in gelb gekleideten Zuschauern in der großen Arena zeigten die Baskets sofort, dass sie die Punkte in Oldenburg behalten wollten und starteten mit einem 9:0-Lauf in das Spiel. Nach einer Auszeit aber fanden auch die Gäste in die Partie und kamen bis auf drei Zähler wieder heran, mit 26:20 endete das erste Viertel. Im zweiten Abschnitt setzten die Baskets ihre starke Mannschaftsleistung fort. Sie verteidigten noch aggressiver und ließen den MBC nicht zur Entfaltung kommen. Aus dem Kollektiv ragte Rasid Mahalbasic heraus, er in der ersten Halbzeit 18 Punkte erzielte und maßgeblich zur 47:34-Halbzeitführung der Oldenburger beitrug. Er war mit am Ende 25 Zählern bester Werfer der Baskets.

Die zweite Hälfte begann etwas hektisch, auch Weißenfels agierte nun aggressiver, um noch eine Chance auf den Sieg zu wahren. Das Baskets konnten sich dagegen nicht so richtig wehren, der MBC verkürzte kurz auf einen einstelligen Rückstand (59:67, 29. Minute). Mit 69:59 aus Sicht der Oldenburger ging es, vor allem dank acht Zählern von Philipp Schwethelm und sieben von Isaiah Philmore im dritten Abschnitt, ins letzte Viertel.

Im Schlussviertel setzte Weißenfels die Aufholjagd fort. Nach 35 Minuten glich Andrew Warren, mit 24 Punkten bester Werfer der Gäste, mit einem Dreipunktespiel zum 73:73 aus.

Erneut von der Freiwurflinie gingen die Gäste knapp vier Minuten vor dem Ende zum ersten Mal in der Partie in Führung (76:75). Kapitän Rickey Paulding, der zuvor streckenweise etwas abgetaucht war, holte mit einem Dreier (78:76) die Führung zurück nach Oldenburg und Teamkollegen zurück in die Erfolgsspur. Für Spannung sorgte Mahalbasic, als er einen Wurf vergab, dann unter dem Gästekorb ein Foul beging und Djordje Pantelic an die Freiwurflinie schickte. Der verkürzte auf 78:80 aus Sicht von Weißenfels.

Für großen Jubel sorgte 50 Sekunden vor Schluss der Dreier von Mickey McConnell aus der Ecke zum 85:80. Nach der anschließenden Auszeit benötigte Lamont Jones jedoch nur sieben Sekunden, um auf 82:85 zu verkürzen. Den folgenden Oldenburger Angriff fing Weißenfels ab, und Paulding foulte Djordje Drenovac, der acht Sekunden vor Ende an die Freiwurflinie ging und zum 84:85 verkürzte.

Die letzten Sekunden waren dann kurios: Weißenfels foulte und schickte erst Frantz Massenat und dann Mahalbasic an die Freiwurflinie. Massenat vergab beide Versuche, Mahalbasic traf immerhin einen. Die verbleibenden vier Sekunden waren dann zu kurz für einen ordentlichen Angriff, Weißenfels konnte keinen erfolgreichen Wurf mehr anbringen.

Mit einem Heimspiel geht es für die Baskets weiter: An diesem Freitag (20.30 Uhr) gastiert die BG Göttingen in der großen Arena. Nur 45 Stunden später treten die Oldenburger dann am Sonntag (15.30 Uhr) zum vorletzten Spiel der Bundesliga-Hauptrunde bei RP Ulm an. Am Dienstag, 1. Mai, folgt dann noch ein Heimspiel gegen die Frankfurt Skyliners.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion