• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets Oldenburg In Der Corona-Krise: Drijencic: „Mir fehlt der persönliche Kontakt“

01.04.2020

Oldenburg Mladen Drijencic sucht sich in seinem Zuhause in Oldenburg einen ruhigen Platz, klappt das Laptop auf und schaut sich die bisherigen Saisonspiele seiner EWE Baskets Oldenburg an. Dass der Basketballtrainer in seinen eigenen vier Wänden Videoanalysen betreibt, ist eigentlich nichts Spezielles. Ja, es ist gerade schon normal. „Ich schaue nach Verbesserungsmöglichkeiten in unserem Spiel“, erklärt Drijencic. Doch gerade während der derzeit grassierenden Coronavirus-Pandemie ist diese Art von Normalität allerdings schon etwas Besonderes.

Schließlich sei der Alltag des 54-Jährigen „momentan ganz anders als üblich“. Seit dem 12. März pausiert der Spielbetrieb in der Bundesliga. Zuvor wurden Schulen, Kitas und weitere öffentliche Einrichtungen geschlossen. „Wir haben ein volles Haus, mein Sohn hat keine Schule und wir halten uns auch als Familie strikt an die Vorgaben“, sagt Drijencic und ergänzt: „Natürlich bin ich auch viel in die Meetings involviert, die wir aktuell im Club haben und halte Kontakt zu den Spielern.“

Teil der Leidenschaft

Gerade der direkte Draht zu seinen Schützlingen fehlt dem Coach aber. „Das Training und die persönliche Kommunikation mit den Spielern ist ein wichtiger Teil meiner Leidenschaft für die Arbeit als Trainer“, erklärt Drijencic, der als kommunikativer Übungsleiter gilt und viel mit seinen Sportlern spricht: „Deshalb fehlen mir die Einheiten und der persönliche Kontakt zur Mannschaft natürlich.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dennoch bleibt der ständige Austausch mit Spielern und Trainerstab unerlässlich. „An jedem Morgen informiert sich unser Physiotherapeut Vadim Schütz bei unseren Spielern über den gesundheitlichen Zustand“, erzählt der Coach, der seit 2015 den Profi-Kader trainiert: „Ich stehe mit jedem Spieler im individuellen Austausch, beispielsweise wie die Stimmung ist oder ob es Probleme gibt, bei denen wir helfen können. Zudem gehen Informationen von der Liga oder dem Gesundheitsamt per Mail an die Spieler.“

Lesen Sie auch:

Basketball-Club In Corona-Krise
Baskets Oldenburg stellen auf Kurzarbeit um

Rickey Paulding, Rasid Mahalbasic, Philipp Schwethelm und Co. versuchen das Beste aus der Situation zu machen. „Die Tage kommen natürlich allen lang vor, die Spieler versuchen aber sich in den eigenen vier Wänden, in der Natur oder bei uns im Trainingscenter unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften individuell fit zu halten“, berichtet der Baskets-Coach. Den ganzen Tag trainieren geht natürlich auch nicht. Während Mahalbasic und Karsten Tadda mit ihren Kindern in der freien Zeit gern einen Disney-Film schauen, hat Schwethelm seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt. Und da Kochen in der Gruppe noch mehr Spaß macht, veranstaltete der 30-Jährige zusammen mit seiner Verlobten auf der Fotoplattform Insta-gram am Dienstagabend ein Live-Kochen, bei dem alle mitmachen konnten – es gab übrigens veganes grünes Curry.

Hoffnung noch groß

Dennoch: Der Basketball fehlt allen Beteiligten. „Der Sport ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der auch für viele Familien enorm wichtig ist. Sport und Kultur haben eine hohe Bedeutung und fehlen aktuell, das ist spürbar“, sagt Drijencic. Bei Trainer und Spielern ist die Hoffnung daher groß, dass die aktuell bis zum 30. April ausgesetzte Bundesliga-Saison wieder aufgenommen wird. „Es wird die Zeit kommen, in der die gesundheitlichen Aspekte es erlauben, wieder Spiele auszutragen. Ich bin ein positiver und optimistischer Mensch und glaube auch nach dem letzten Meeting der Liga, dass wir die Saison bis zu einem sportlichen Ende fortführen können, wenn Clubs und Sponsoren an einem Strang ziehen“, ist sich der 54-Jährige sicher.

Ob die Spielzeit allerdings ohne Weiteres fortgeführt werden kann, steht auf einem anderen Blatt Papier. Denn während die Baskets noch alle Spieler vor Ort in Oldenburg wissen, mussten zahlreiche Bundesligisten die Verträge aufgrund der Corona-Krise mit ihren US-Amerikanern auflösen. Neben den finanziellen Einbußen durch den fehlenden Ticketverkauf, ist dies auch sportlich ein herber Verlust für viele Basketball-Standorte in Deutschland.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2031
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.