OLDENBURG/BREMERHAVEN - Keinen Gedanken will sich Predrag Krunic, Trainer der EWE Baskets Oldenburg, darüber machen, was passieren würde, wenn die Bundesligapartie bei den Eisbären Bremerhaven (Sonntag, 16 Uhr, AWD-Dome in Bremen) verloren gehen sollte. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, gibt er sich kämpferisch
Ob es zum Sieg langt, hängt davon ab, ob die Oldenburger aus der Niederlage gegen die Köln 99ers die richtigen Lehren gezogen haben. Mit einer Mischung aus Selbstgefälligkeit und nachlassender Sicherheit war diese Partie unnötigerweise noch aus der Hand gegeben worden. „Die Jungen haben gut trainiert und wissen, dass sich eine solche Leistung nicht wiederholen darf“, setzte der Trainer auch auf die Einsicht seiner Akteure, die er alle zur Verfügung hat. Zudem hat er ihnen in Einzelgesprächen klar gemacht, dass volle Konzentration über die gesamte Distanz erforderlich ist, um im Bundesligaalltag und insbesondere im Derby bestehen zu können. „Das wird eine ganz intensive Partie“, mutmaßt Oldenburgs Trainer.
Teilweise kann sich Jan Rathjen, Manager der Eisbären, dieser Meinung anschließen. Er erwartet ein „offenes und schnelles Spiel“, das erst auf der Zielgeraden entschieden wird – natürlich zugunsten seines Teams. Dass es für seine Mannschaft ein Nachteil sein könnte, in Bremen antreten zu müssen, glaubt er nicht. Im Gegenteil: Zweimal trafen beide Teams schon in der ehemaligen Stadthalle aufeinander, in beiden Fällen siegten die Eisbären. Einfluss auf den Ausgang könnte haben, dass die Eisbären noch keinen wirklichen Ersatz für den verletzten Zygimantas Jonusas gefunden haben.
Baskets-Coach Krunic erwartet erneut einen Gegner, der mit Kampf und Begeisterung versuchen wird, seinem Team das Leben schwer zu machen, und der in Marcus Slaughter (54 Punkte) seinen besten Werfer hat. Aber auch Jeb Ivey (26), Giordan Watson (25) und Frank Elegar (25) gilt es, nicht aus den Augen zu verlieren. Sollte den Oldenburgern das gelingen und sie zudem über die volle Distanz die Konzentration wahren können, haben sie vor den mehr als 7000 Zuschauern eine reelle Chance auf den zweiten Saisonsieg.
