OLDENBURG - Für die EWE Baskets Oldenburg wird die Saison aller Voraussicht nach früher beendet sein als vorgesehen. Die 67:75 (29:36)-Heimniederlage gegen die Frankfurt Skyliners am Sonnabend war eine weitere Enttäuschung in einer an Rückschlägen reichen Saison. Der Basketball-Bundesligist aus Oldenburg wird somit das Minimalziel, die Teilnahme an den Playoffs, wohl nicht erreichen. Ihre nächste Partie bestreitet die Mannschaft von Trainer Ralph Held an diesem Mittwoch (19.30 Uhr). Dann tritt das Team beim BBC Bayreuth an.
Die Spieler übten sich trotz der schlechten Ausgangssituation in Zweckoptimismus. Nein, noch hätten sie die Saison nicht abgeschrieben, sagte Kenny Hasbrouck nach der Heimpleite gegen die Hessen. Schließlich könne man auch weiterhin darauf hoffen, dass die besser platzierten Konkurrenten aus Braunschweig, Bonn und nun auch Frankfurt im Kampf um einen der Playoff-Ränge noch straucheln.
Die Chance der Oldenburger, die Saison doch noch über den letzten Hauptrunden-Spieltag am 28. April hinaus zu verlängern, ist allerdings gering. Schon vor der Partie gegen Frankfurt konnten die Baskets nicht mehr aus eigener Kraft in die Playoffs einziehen. Und gewinnen sie ihre eigenen Spiele nicht, sind auch Patzer der Konkurrenz wertlos.
In der risiko- und ereignisarmen ersten Halbzeit der Begegnung ging kein Team mit mehr als vier Punkten in Führung, bis die Oldenburger kurz vor der Pause den Faden verloren. Der Ex-Frankfurter Dominik Bahiense de Mello, der für den zuletzt angeschlagenen Hasbrouck in der Startformation stand, leitete mit einem Ballverlust (18. Minute) eine Schwächephase ein. Bis zum Ende des zweiten Viertels erzielte Oldenburg keinen Punkt mehr. So wurde aus einer 29:27-Führung ein 29:36-Rückstand.
Nie in den Griff bekamen die Gastgeber Jermareo Davidson. Der Frankfurter Center verbuchte bereits zur Halbzeit 15 Punkte, sechs Rebounds und zwei Blocks. In der 27. Minute lagen die Gäste mit elf Zählern vorn. Baskets-Spielmacher Bobby Brown behielt in dieser Phase die Ruhe und widersetzte sich der aggressiven Frankfurter Verteidigung. Gut eine Minute vor Viertelende verkürzte der US-Amerikaner auf 45:50.
Doch zumeist konterten die Hessen auf gute Aktionen, wie den Dreier von de Mello (33.). Auf einen Punkt kamen die Baskets vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften Arena trotzdem durch zwei Freiwürfe von Brown (37.) heran. Die Antwort: ein Dreier des Frankfurters Jimmy McKinney. Die Gegenwehr der Oldenburger war gebrochen.
Held gab denn auch zu: „Frankfurt war einfach die bessere Mannschaft.“ Nüchtern, wenn auch sichtlich enttäuscht, nahm der Trainer die Verantwortung auf sich. „Mir tut das leid für die Fans und für die Menschen, die hart für den Verein gearbeitet haben“, sagte der 54-Jährige.
Am ehesten könnte Helds Team wohl noch an Braunschweig vorbeiziehen. Die Phantoms treffen innerhalb von 18 Tagen auf München, Quakenbrück, Bonn, Berlin und dazwischen, am 22. April, auf die Oldenburger, die zwei Siege weniger auf ihrem Konto haben. Selbst wenn Braunschweig dreimal verliert, darunter gegen Oldenburg, und die Baskets alle Aufgaben meistern, müsste das Held-Team als derzeit Zehnter noch eine weitere Mannschaft hinter sich lassen. Der Einfluss der Baskets auf diese Zahlenspiele ist begrenzt.
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