OLDENBURG - „Vorsicht Auswärtssieg“ war auf dem Transparent zu lesen, das die wenigen Fans der Phantoms Braunschweig am Sonntagnachmittag in der ausverkauften EWE-Arena entrollten. Dass dieser Wunsch des Kellerkindes der Basketball-Bundesliga beim Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg nicht in Erfüllung gehen würde, erkannten sie bald. Am Ende wurde der Gastgeber mit 68:55 (35:24) seiner Favoritenrolle gerecht und baute seine Spitzenposition aus.

Zwei Minuten Anlaufzeit (2:5) gönnten sich die Mannen von Baskets-Trainer Predrag Krunic, bevor sie in allen Belangen zulegten. In der Defensive setzten sie die Gäste in der Folge derart unter Druck, dass diese Probleme hatten, sich in gute Wurfpositionen zu bringen. Ballgewinne wurden über Fast-Breaks wiederholt zu spektakulären Punkten genutzt, was die Zuschauer zu Beifallsstürmen hinriss. Als sich die Oldenburger auf 22:7 (8,) abgesetzt hatten, waren die Rollen bereits klar verteilt.

Im zweiten Viertel ging es wesentlich unspektakulärer zu. Das lag einzig und alleine an den Gastgebern, bei denen Krunic den Bankspielern vermehrt Spielanteile einräumte. „Das Spiel in Bamberg hat mental enorm viel Kraft gekostet“, brachte der Oldenburger Trainer eine zweite Erklärung, warum es jetzt nicht mehr ganz so rund lief. Zudem ließen es die Oldenburger angesichts des deutlichen Vorsprungs lockerer angehen. Sie besaßen aber immer die Gewissheit, noch zulegen zu können.

Das unterstrichen sie nach dem Wechsel nachhaltig, als Krunic wieder seine erste Fünf aufs Feld schickte. Braunschweigs Möglichkeiten reichten jetzt erneut nicht aus, um das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Oldenburg zog das Tempo an, machte Punkte, wann es wollte und baute die Führung wieder auf 16 Zähler (48:32/26.) aus. Besonders Milan Majstorovic und Jason Gardner taten sich in dieser Phase hervor. Hinzu kam, dass die Gäste weiterhin schlecht trafen. Sie besaßen nur eine Trefferquote von insgesamt 38 Prozent und konnten nur 9 von 23 Freiwürfen verwerten. Mit einer komfortablen 53:37-Führung gingen die Baskets in das letzte Viertel, das letztlich nur Formsache war.

Hier konnten sie ihre Fans phasenweise erneut mit sehenswerten Aktionen begeistern. Dazwischen schlichen sich aber auch jetzt Aktionen mit mangelnder Konzentration ein, die Braunschweig zu nutzen wusste. Bis auf zehn Punkte (64:53/38.) verkürzten die Phantoms. Miladin Pekovic war es vorbehalten, mit einem Dreier die letzten Oldenburger Punkte zu erzielen.

Anerkennung gab es anschließend von Gästetrainer Emir Mutapcic: „Es war ein verdienter Sieg der Baskets. Sie haben das Zeug, bis ins Finale vorzustoßen!“ Sein Gegenüber Krunic nahm es wohlwollend zur Kenntnis.

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