OLDENBURG - Nach einem hochdramatischen Spiel gegen RP Ulm stehen die EWE Baskets Oldenburg nach 33 von 34 Spieltagen als Hauptrunden-Meister in der Basketball-Bundesliga fest. Das Team von Trainer Predrag Krunic gewann am Sonntag nach zweimaliger Verlängerung mit 90:88 (83:83, 71:71, 37:32) und profitierte von der 74:81-Niederlage von Alba Berlin bei der BG Göttingen.
Selbst bei einer Niederlage im letzten Punktspiel bei den Baskets Bonn am Sonnabend, 1. Mai (19.55 Uhr/Sport 1), wären die Oldenburger nicht mehr von Rang eins zu verdrängen. Denn sollten die Baskets nach 34 Spielen ebenso viele Punkte wie der einzig verbliebene Verfolger Berlin aufweisen, wären die Oldenburger aufgrund des bereits gewonnenen direkten Vergleichs vorn. Durch den ersten Rang haben die Oldenburger in der am 8. Mai beginnenden Playoff-Runde in den entscheidenden Spielen jeweils Heimrecht.
Viele Fehlversuche
Mit viel Tempo erarbeitete sich der Meister gegen Ulm bis zu Beginn des zweiten Viertels eine Führung von zwölf Punkten (23:11). Anstatt aber weiter den Weg in die Zone zu suchen, versuchten es die Oldenburger aus der Distanz. Und das misslang: Von den 14 Dreier-Versuchen vor der Halbzeit fand nur einer sein Ziel.
Nach einem Fehlpass von Jason Gardner gingen die Gäste im Gegenzug erstmals in Führung (45:46/28. Minute). Krunic nahm den 29-Jährigen vom Feld, das Aufbauspiel übernahm JeKel Foster. Obwohl das Publikum den Favoriten in der mit 3148 Zuschauern ausverkauften EWE-Arena engagiert unterstützte, wurde die Leistung des Meisters zunächst nicht besser. Foster hechtete sich bei einem Fangversuch zwar über die Bande auf die Schreibtische der Pressevertreter, verhindern konnte er den 49:52-Rückstand nach dem dritten Viertel aber nicht.
Die Nerven von Trainern, Spielern und Zuschauern wurden weiterhin nicht geschont. Ulm glich 26 Sekunden vor dem Ende aus (68:68). Dann rangelte Gardner nach Meinung des Schiedsrichters zu heftig mit Per Günther und bekam ein Unsportliches Foul angeschrieben. Die Folge waren zwei Freiwürfe, wovon Günther einen verwandelte (68:69). Foster traf daraufhin von der Dreierlinie (71:69), ehe Ulm wiederum ausglich mit 71:71 ging es in die Verlängerung.
Glück in Schlusssekunde
In dieser blieb es umkämpft. 1,9 Sekunden vor Schluss des fünfminütigen Nachschlages glich Roderick Trice per Freiwurf zum 83:83 aus, es folgte eine zweite Verlängerung. Auch in dieser setzte sich kein Team entscheidend ab, erst in der letzten Sekunde vergaben die Ulmer beim Stand von 90:88 für Oldenburg ihren ultimativen Versuch.
