OLDENBURG - Wäre da nicht der dritte Spieltag mit der ebenso ärgerlichen wie unnötige 73:75-Heimniederlage gegen Köln gewesen, dann könnten die EWE Baskets Oldenburg sich über eine weiße Weste bei der Heimstatistik der Basketball-Bundesliga freuen. Eben diese Niederlage sorgte für den einzigen Fleck.
Damit sind die Oldenburger gleichstark mit Bonn aber um eine Niederlage schlechter als Alba Berlin. Das Team aus der Hauptstadt musste in dieser Saison noch nie als Verlierer aus der eigenen Halle gehen.
Ein zweiter Fleck soll an diesem Sonntag (18 Uhr, EWE-Arena) auf keinen Fall dazukommen, wenn die Phantoms Braunschweig zu Gast bei der Mannschaft von Trainer Predrag Krunic sind. Nach dem Sieg in Bamberg glaubt eigentlich niemand daran, dass der Tabellenführer sich dem Landesrivalen beugen muss. Schließlich stehen die Gäste mit 20:36 Punkten auf dem viertletzten Platz – ganze sechs Punkte von einer Abstiegsposition entfernt.
„Nach dem Sieg in Bamberg haben wir sicher etwas die mentale Spannung verloren. Sie müssen wir bis Sonntag wieder aufbauen“, mahnt Krunic, der nicht davon ausgeht, dass die Braunschweiger „einfach mal so“ besiegt werden können. Ob gegen Frankfurt, Nördlingen oder Düsseldorf – das Team von Trainer Emir Mutapcic verlor alle diese Partien ganz knapp. Auch im Hinspiel unterlagen die Ostniedersachsen nur 70:72.
„Das macht deutlich, welches Potenzial in dem Team steckt. Es wäre fahrlässig, uns von dem Tabellenplatz der Gäste täuschen zu lassen“, macht der Oldenburger Coach deutlich, dass seine Mannschaft auch am Sonntag voll konzentriert ans Werk gehen muss, um auch das 13. Bundesligaspiel in eigener Halle erfolgreich zu überstehen. Dabei kann der Trainer auf alle Spieler zurückgreifen, wenngleich der ein oder andere angeschlagen ist.
Treffsicherste Akteure der Gäste waren bislang Andrew Drevo (13,3 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Kyle Visser (12,8). Der Rest des Teams liegt im einstelligen Bereich. Ob das reicht, um im 15. Auswärtsspiel den dritten Sieg zu landen, muss sich zeigen. Sehr wahrscheinlich scheint es nicht. Denn schließlich wollen die Gastgeber einen zweiten Flecken auf der Heimweste vermeiden.
