Oldenburg - Sie verlangten dem Top-Favoriten auf den Champions-League-Titel alles ab, doch am Ende reichte es für die EWE Baskets Oldenburg nicht zu einer Überraschung gegen den AS Monaco. Am Mittwochabend unterlag der Basketball-Bundesligist dem französischen Spitzenteam trotz eines beherzten Auftritts mit 78:84 (35:44) und erlitt damit einen Rückschlag im Kampf um eine möglichst gute Ausgangsposition für das Achtelfinale.
Vor 2507 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena erzielte Rickey Paulding die meisten Punkte für die Baskets (23), die zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde auf Rang drei der Gruppe A liegen. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt das weiter ungeschlagene Monaco, Paul Lacombe war mit 20 Punkten Topscorer der Gäste.
„Wir hatten Monaco am Rande einer Niederlage – schade, dass es nicht gereicht hat“, sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic, der sich über die schwache Ausbeute seiner Mannschaft bei Dreiern (21 Prozent Trefferquote) und Freiwürfen (58 Prozent) ärgerte. „Wenn wir in diesen Bereichen unsere normalen Quoten erreicht hätten, gewinnen wir das Spiel“, meinte der Coach.
Bis kurz vor Ende des ersten Viertels gestalteten die Gastgeber das Geschehen ausgeglichen (16:16/8. Minute), dann mehrten sich jedoch die Abspielfehler und Monaco setzte sich mit einem 15:2-Lauf auf 31:18 ab (13.).
Danach stellten sich die Baskets besser auf die aggressiv verteidigenden und immer auf den Steal lauernden Gäste ein: Der deutsche Vizemeister, bei dem der zuletzt im Ligaspiel gegen Braunschweig nicht berücksichtigte Isaiah Philmore diesmal wieder zum Einsatz kam, verkürzte auf fünf Zähler (33:38/17.). Zur Halbzeitpause waren es aber wieder neun Punkte Rückstand, weil Oldenburg Monacos blitzschnelles Umschaltspiel nicht stoppen konnte.
„Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viel Respekt und haben Monaco sein Spiel aufziehen lassen“, meinte Drijencic, der in der Kabine aber offensichtlich genau die richtigen Worte gefunden hatte. Denn nach Wiederbeginn traten die Baskets viel mutiger auf und bliesen zu einer begeisternden Aufholjagd.
Angeführt von einem nun herausragenden Mickey McConnell, einem stark verteidigenden Karsten Tadda sowie einem frech aufspielenden Youngster Marko Bacak drehten die Oldenburger die Partie: Nach Philipp Schwethelms Dreier zum 58:55 (28.) schien eine Überraschung möglich. Monaco war sichtlich beeindruckt, der Tabellenführer der französischen Liga wankte – fiel aber nicht.
