Oldenburg - Seit Mitte Dezember haben die EWE Baskets Oldenburg lediglich zwei von zehn Pflichtspielen verloren – ungetrübt ist die Stimmung beim Basketball-Bundesligisten aber keineswegs.

Nach dem erzitterten 86:84-Heimerfolg gegen Braunschweig am vergangenen Samstag kritisierte Trainer Mladen Drijenic die vielen Nachlässigkeiten seiner Profis in selten erlebter Deutlichkeit – der 52-Jährige vertrat offensichtlich die Ansicht, dass sein Team einen Weckruf dringend benötigt.

Zum dritten Mal in die Kleine ARENA

Gegen Monaco bestreiten die Baskets zum dritten Mal in der aktuellen Champions-League-Saison ein Heimspiel in der kleinen EWE-Arena. Zuvor war dies bei den Spielen gegen Murcia (100:80) und Sassari (90:72) der Fall gewesen. An diesem Mittwoch ist die große Arena wegen der Aufbauarbeiten für eine dort am Wochenende stattfindende Baumesse belegt.

Denn auch wenn die Ergebnisse zuletzt meist stimmten, waren die Leistungen der Oldenburger dabei nicht immer überzeugend. So hatten sich die Baskets auch schon gegen den Tabellenletzten Tübingen nur zu einem 83:75-Heimerfolg gequält und bei Aufsteiger Weißenfels (72:71) erst mit dem letzten Wurf eine Pleite abwenden können.

Möglicherweise kommt es dem deutschen Vizemeister nun gerade recht, dass er im Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco an diesem Mittwoch (20 Uhr/kleine EWE-Arena) nicht als Favorit in die Partie geht. Denn mit der Mannschaft aus dem Fürstentum gibt der wohl heißeste Anwärter auf den Champions-League-Titel seine Visitenkarte in Oldenburg ab.

Monaco ist nicht nur in der heimischen französischen Liga Spitzenreiter, sondern führt auch auf internationaler Ebene die Tabelle der Gruppe A unangefochten an. Elf Spiele, elf Siege lautet die blitzsaubere Bilanz der Mannschaft des montenegrinischen Trainers Zvezdan Mitrovic – Monaco ist damit das einzige noch ungeschlagene Team in dieser Champions-League-Saison. Besonders beeindruckend: Ihre Auswärtsspiele gewannen die Franzosen mit durchschnittlich 19,6 Punkten Vorsprung.

Basis des Erfolgs von Monaco ist die herausragende Defensive, die mit 11,8 Ballgewinnen pro Partie die mit Abstand meisten Steals der Gruppenphase kreiert und so häufig den Weg zu leichten Punkten im schnellen Gegenangriff ebnet. Topscorer der Franzosen ist Center Elmedin Kikanovic, der ehemalige Spieler von Alba Berlin erzielt 15,7 Punkte im Schnitt.

Dass aber auch Monaco verwundbar ist, zeigte sich am vergangenen Sonntag als das Team bei der überraschend deutlichen 69:99-Schlappe im Ligaspiel in Nanterre die erste Niederlage seit mehr als zwei Monaten kassierte. Dennoch sagt Oldenburgs Trainer Drijencic: „Wir brauchen ein perfektes Spiel, um Monaco zu schlagen.“ Bei der 73:88-Hinspielniederlage wurden die Baskets im ersten Viertel überrannt und hatten danach keine Siegchance mehr.

Während Monaco den Gruppensieg schon sicher hat, kämpfen die ebenfalls bereits fürs Achtelfinale qualifizierten Oldenburger in den verbleibenden Vorrundenspielen noch mit Izmir und Murcia um Platz zwei.