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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets Oldenburg bangen um Champions League

19.06.2018

Oldenburg Am vergangenen Samstag hat die Basketball-Champions-League (BCL) auf ihrer Facebookseite ein Video mit einigen Highlight-Szenen von Rickey Paulding aus der vergangenen Saison veröffentlicht. Ob der Kapitän der EWE Baskets seine Basketball-Künste auch in der kommenden Spielzeit in der BCL zeigen darf, ist jedoch keineswegs sicher – die Oldenburger müssen ernsthaft um die erneute Teilnahme an der Champions League bangen.

Bamberg kürzt Etat deutlich

Mit dem Verzicht auf die Euroleague geht für den neunmaligen deutschen Meister Brose Bamberg auch eine deutliche Etat-Kürzung einher. „Die personellen Fehlentscheidungen in der vergangenen Saison haben zu einem Loch in der Kasse geführt, so dass wir in allen Bereichen erst mal den Rotstift ansetzen müssen. Wir werden einen signifikanten Einschnitt haben“, erklärte Geschäftsführer Rolf Beyer. Dieser könne – in Abhängigkeit von Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren – bis zu zehn Millionen Euro betragen. In der abgelaufenen Saison lag Bambergs Etat bei geschätzt 20 Millionen Euro.

Kopfzerbrechen bereitete den Baskets die am Montag verkündete Entscheidung von Brose Bamberg, künftig nicht mehr in Wettbewerben der Euroleague-Organisation anzutreten und stattdessen in den nächsten fünf Jahren in der vom Weltverband Fiba organisierten Champions League zu spielen. Damit könnten die Bamberger den Oldenburgern den Startplatz in der Champions League für die nächste Saison weggeschnappt haben.

Fiba und Euroleague liegen seit Jahren im Streit. Als Serienmeister waren die Bamberger in den vergangenen Jahren Dauergast in der Euroleague, dem wichtigsten Wettbewerb in Europa. Nach dem verpassten Bundesliga-Titel war erwartet worden, dass die Franken ab Herbst im zweitklassigen Eurocup antreten, da dieser ebenfalls von den Euroleague-Machern veranstaltet wird.

Bambergs überraschender Wechsel zur Fiba bringt jetzt die Oldenburger in die Bredouille. Denn nach aktuellem Stand gibt es in der nächsten Champions-League-Saison maximal vier Startplätze für deutsche Teams. Als Qualifikations-Kriterium dient die Hauptrunden-Platzierung in der vorherigen Bundesliga-Spielzeit. Da lagen die Oldenburger als Siebter hinter Bamberg (4.) sowie den drei letztjährigen Champions-League-Teilnehmern Ludwigsburg (3.), Bonn (5.) und Bayreuth (6.). Sollten sich diese Clubs erneut für einen Start in der BCL entscheiden, wäre das Bundesliga-Kontingent ausgeschöpft – und die Baskets würden in die Röhre gucken.

„Wir haben nun ein Problem“, bekannte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller. Intern war man bei den Oldenburgern fest davon ausgegangen, in der nächsten Saison wieder in der Champions League zu spielen – so wie in den vergangenen zwei Jahren seit der Einführung des Wettbewerbs, in denen das Team jeweils das Achtelfinale erreichte. Doch die Bamberger Entscheidung brachte die Baskets unerwartet in eine laut Schüller „sehr unbefriedigende“ Situation.

Der Club benötige Planungssicherheit, auch mit Blick auf derzeit laufende Verhandlungen mit potenziellen neuen Spielern. An diesem Freitag läuft die Anmeldefrist bei der Champions League ab, wie ein Sprecher auf NWZ-Anfrage erklärte. Bis Ende Juni soll das Teilnehmerfeld feststehen. Noch haben die Baskets die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, dann dazuzugehören. „Ich denke schon, dass wir bei der BCL einen Stein im Brett haben“, meinte Schüller, der auf eine Wildcard hofft.

„Wir wollen in der nächsten Saison international spielen“, betonte der Baskets-Chef. Sollte dies nicht in der Champions League möglich sein, wäre der Eurocup der Euroleague-Organisation die nächste Option, so Schüller. Zwar sei dort die Anmeldefrist bereits verstrichen, durch Bambergs Absage könnte sich dort die Tür aber noch einmal öffnen. Einen Start im zweiten Europapokal-Wettbewerb der Fiba, dem unattraktiven Europe Cup, bezeichnete Schüller als die „allerschlechteste“ Lösung.

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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