OLDENBURG - Der Ex-Bonner hatte sich nach Kräften bemüht, zum großen Wurf gegen seinen ehemaligen Verein hatten ihm aber die Reserven gefehlt. Dennoch gab sich Jason Gardner, Aufbauspieler der EWE Baskets Oldenburg, nach der 72:74-Niederlage im ersten Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft kämpferisch. „Es hätte genauso gut andersherum ausgehen können“, sagte der 28-jährige Amerikaner nach der knappen Pleite gegen die Baskets Bonn. „Ich möchte keine Garantie abgeben, aber die Leute sollen sich keine Sorgen machen. Wir brauchen keine Angst zu haben.“
Die Chance zum 1:1-Ausgleich in der Finalserie erhalten die Oldenburger an diesem Donnerstag (21 Uhr/Eurosport), wenn sie vor 6000 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome in Bonn antreten. Dann muss aber im Gegensatz zum Sonntagsspiel jener Mannschaftsteil besser funktionieren, der laut einem Sprichwort im Basketball zum Gewinn von Meisterschaften verhilft: die Defensive. „Die Bonner hatten in der zweiten Hälfte zu viele Möglichkeiten. Das darf nicht wieder passieren“, sagte Oldenburgs Rickey Paulding.
Michael Koch, seit 2005 Trainer der Bonner, will am Donnerstag wieder verschiedene Spieler mit der Verteidigung gegen Gardner beauftragen. „Das hat beim ersten Mal gut funktioniert, aber ich kenne ihn aus unserer gemeinsamen Bonner Zeit. Wir dürfen ihn nicht heißlaufen lassen. Er ist sehr ehrgeizig und wird wiederkommen“, sagte der 43-jährige Ex-Nationalspieler.
Die Bonner beeindruckten in der Schlussphase durch ihre Fitness. Immerhin haben die Rheinländer durch das Erreichen des Pokal-Endturniers und die lange Halbfinal-Serie gegen Berlin noch mehr Spiele in den Knochen als die Oldenburger. Deren Trainer Predrag Krunic muss seine Spieler bis Donnerstag sowohl physisch als auch psychisch wieder aufrichten. Seine Ansage vor dem zweiten Finale: „Jetzt müssen wir uns in Bonn den verlorenen Sieg zurückholen.“
