Oldenburg - Bereits dreimal standen sich die EWE Baskets Oldenburg und die Baskets Bonn in Playoff-Duellen der Basketball-Bundesliga gegenüber. In diesem Jahr könnte es zur vierten Auflage des Klassikers kommen.
Die Ausgangslage
Die von Mladen Drijencic trainierten Oldenburger (31 Spiele/52:10 Punkte) werden die Hauptrunde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem zweiten Platz abschließen. Aus den drei noch ausstehenden Partien bei Brose Bamberg (diesen Mittwoch, 20.30 Uhr), gegen den MBC Weißenfels (diesen Freitag, 20.30 Uhr, große Arena) und bei den Merlins Crailsheim (diesen Sonntag, 18 Uhr) reicht ein Sieg, um diesen Rang zu sichern. Denn wenn die Oldenburger noch einmal gewinnen, kann der aktuelle Tabellendritte Alba Berlin (31/48:14) nur noch mit den Baskets nach Punkten gleichziehen, aber nicht mehr vorbeiziehen. Und das wäre aus Sicht der Berliner nötig, da die Oldenburger den bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen die Hauptstädter gewonnen haben. Platz eins ist für die Baskets nicht mehr drin, Bayern München steht bereits als Hauptrunden-Meister fest.
Bonn (31/34:28) ist derzeit Tabellensiebter und würde als solcher auf den Zweiten treffen. Dass die Rheinländer noch auf Rang sechs klettern, ist möglich, aber unwahrscheinlich. Denn dafür müsste Bonn seine drei noch ausstehenden Partien allesamt gewinnen und der Sechste Ulm (32/38:26) seine beiden noch offenen Spiele verlieren. Denn da Ulm den direkten Vergleich mit Bonn für sich entschieden hat, müssten die Bonner nach Punkten an Ulm vorbeiziehen – und das ist nur bei der genannten Konstellation möglich.
Wahrscheinlicher wäre da noch ein Abrutschen der Bonner, denn das Restprogramm des Teams hat es in sich. Die Mannschaft von Trainer Chris O’Shea muss noch in Berlin und in Würzburg sowie zum Abschluss in eigener Halle gegen den FC Bayern antreten. Zwar haben die Bonner wegen des Gedränges im oberen Tabellen-Mittelfeld noch nicht einmal die Playoff-Teilnahme sicher, sie haben aber wegen mehrerer bereits gewonnener Direktvergleiche gegen die Verfolger beste Chancen, die Hauptrunde auf Rang sieben abzuschließen.
Die Vergangenheit
2009 standen sich Oldenburg und Bonn im Playoff-Finale gegenüber. Oldenburg gewann die Serie mit 3:2 und wurde zum ersten (und bis heute einzigen) Mal deutscher Meister. Auch 2013 und 2014 siegte Oldenburg mit 3:2, die Serien fanden in beiden Jahren im Viertelfinale statt.
Die Gegenwart
Als die Oldenburger am 9. Dezember 2018 ihr Punktspiel in Bonn mit 98:78 gewannen, wurden die Gastgeber noch von Predrag Krunic trainiert. Der wiederum hatte Oldenburg 2009 in der Finalserie gegen Bonn zum Meistertitel geführt. Anfang 2019 musste Krunic bei den Rheinländern aber nach einer Serie von Niederlagen gehen, sein Nachfolger wurde sein Assistent O’Shea. Der sah am 3. April, wie sein Team beim Rückrunden-Spiel in Oldenburg eine 95:109-Niederlage kassierte.
