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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Kramer-Transfer scheitert am Geld

12.06.2018

Oldenburg Mit Lietuvos Rytas aus Vilnius kämpft Basketballprofi Chris Kramer in diesen Tagen in der Playoff-Finalserie der litauischen Meisterschaft gegen Zalgiris Kaunas um den Titel. Ob der 30-jährige US-Amerikaner auch in der neuen Saison in der Hauptstadt Vilnius spielt, ist noch offen. Fest steht dagegen, dass er 2018/19 nicht wieder für die EWE Baskets Oldenburg aktiv sein wird. Das hatte Kramer am Sonntagabend erklärt.

Der Basketball-Bundesligist hatte sich zuvor um eine Rückhol-Aktion bemüht. In den sozialen Netzwerken waren diese Pläne unter den Fans bereits intensiv diskutiert worden. Kramer hatte von 2012 bis 2017 in Oldenburg gespielt.

„Es war eine Entscheidung von beiden Seiten“, erklärte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller am Montag, warum der Transfer nicht zustande kommt: „Wir haben keinen gemeinsamen Nenner gefunden, was das Wirtschaftliche angeht.“

Das heißt: Kramers Gehaltsvorstellungen lagen laut Schüller über dem, was die Baskets bezahlen können oder wollen. „Es gab Gespräche“, berichtete der Geschäftsführer: „Dann haben aber beide Seiten recht deutlich erkannt, dass sie zu weit auseinander liegen.“ Das habe aufseiten der Baskets keinesfalls Groll gegen den früheren Oldenburger ausgelöst, solche Verhandlungen seien elementarer Bestandteil des Geschäfts Profisport.

Worüber sich Schüller aber grundsätzlich ärgert, ist der Wettbewerbsnachteil deutscher Bundesligisten durch Steuern und Lohnnebenkosten. „Ausländische Profis, insbesondere jene aus den USA, nennen in Verhandlungen immer die gewünschten Netto-Gehälter. Denn sie wissen nicht, wie hoch in den verschiedenen europäischen Ländern Steuern und Sozialabgaben ausfallen. In Deutschland ist aber ein viel höherer Brutto-Betrag nötig, um auf das gewünschte Netto-Gehalt eines Spielers zu kommen, als in anderen Ländern.“

Wenn es nur nach Brutto-Gehältern ginge, so Schüller, könnten die Baskets mit einigen osteuropäischen Clubs mithalten. Aber dort bleibe aufgrund einer niedrigeren Besteuerung und geringerer Sozialabgaben vom Brutto eben deutlich mehr Netto übrig als in Deutschland. Das sei auch in Litauen der Fall. Das Land führte 2015 den Euro als Zahlungsmittel ein. Daher, sagte Schüller, könne man dies nun sehr genau miteinander vergleichen.

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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