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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Saisonstart mit vielen Fragezeichen

23.11.2017

Oldenburg Als Rasid Mahalbasic am Samstag nach der 81:88-Niederlage gegen Alba Berlin von einem TV-Moderator gefragt wurde, wie er denn den Saisonstart der EWE Baskets Oldenburg beurteile, musste der Österreicher kurz überlegen. „Es könnte besser sein – es könnte aber auch schlechter sein“, sagte der Center dann lächelnd.

Mahalbasic gab mit seiner etwas schwammigen Aussage ziemlich genau die Situation wieder, in der sich der deutsche Basketball-Vizemeister nach zehn absolvierten Bundesliga-Spieltagen befindet. Nämlich: irgendwo zwischen Baum und Borke.

Die Tabelle

RESTPROGRAMM BIS ZUM JAHRESENDE 2. Dezember Braunschweig (Bundesliga/Auswärts/18 Uhr). 5. Dezember Holon (Champions League/A/19.30 Uhr). 10. Dezember Bonn (BL/A/17.30 Uhr). 13. Dezember Krasjonarsk (CL/A/18.30 Uhr). 17. Dezember Bamberg (BL/Heim/15 Uhr). 20. Dezember Sassari (CL/H/20 Uhr). 22. Dezember Weißenfels (BL/A/20.30 Uhr). 30. Dezember Bremerhaven (BL/A/18 Uhr).

Nachdem nun fast ein Drittel der Hauptrunde rum ist, stehen für die Oldenburger sechs Siege und vier Niederlagen zu Buche. Mit dieser Bilanz verbringen die Baskets die derzeitige Länderspielpause als Tabellenachter und damit noch so gerade eben auf einem Playoff-Rang.

Die Platzierung mag bei flüchtiger Betrachtung überraschen – passt sie doch so gar nicht zu den Basketball-Feuerwerken, welche die Baskets in dieser Saison schon mehr als einmal abbrannten. 86,9 Punkte haben die Oldenburger bisher durchschnittlich pro Spiel erzielt, mehr als jede andere Mannschaft in der Liga. „Unser Offensivspiel hat Charme und begeistert“, sagt Trainer Mladen Drijencic und nennt dann den Schwachpunkt seiner Mannschaft: „Wir haben ein, zwei Niederlagen kassiert, die vermeidbar waren – wenn wir härtere Defensive gespielt hätten.“

84,2 Zähler hat die Truppe um Kapitän Rickey Paulding bisher im Schnitt pro Partie kassiert – nur fünf Teams in der Liga erlauben ihrem Gegner mehr Punkte. Die vier Saisonniederlagen setzte es ausnahmslos gegen Mannschaften, die in der Tabelle aktuell vor den Oldenburgern stehen (München, Berlin, Bayreuth, Frankfurt). Dies zeigt: Wenn die Baskets in der Verteidigung nicht zulegen, wird es für ganz oben nicht reichen. „Wir müssen unsere Defensive verbessern. Das weiß ich, das wissen die Spieler – und das bekommen sie von mir auch immer wieder zu hören“, sagt Drijencic.

Worauf der Schwerpunkt in der Trainingsarbeit bis zum nächsten Bundesligaspiel am 2. Dezember in Braunschweig liegt, ist also klar. Drijencic spricht von einem „Prozess“, in dem es auf die Feinheiten ankomme. „Verteidigung im Basketball ist wie Musik: Alle Spieler müssen im gleichen Takt schlagen“, erklärt der 52-Jährige: „Ist auch nur einer etwas zu aggressiv oder macht ein bisschen zu wenig, leidet das gesamte Team darunter.“

Grundsätzlich ist der Coach durchaus zufrieden mit dem, was seine im Sommer mit sieben Zugängen fast runderneuerte Mannschaft in den ersten Saisonspielen aufs Parkett gebracht hat. „Das Team hat schnell zueinandergefunden, die Fähigkeiten der einzelnen Spieler ergänzen sich gut“, sagte Drijencic, dem man mit Manager Srdjan Klaric schon jetzt ein exzellentes Händchen bei den Neuverpflichtungen attestieren kann. Enttäuscht hat von den Zugängen keiner, Bryon Allen und Mahalbasic haben die Erwartungen sogar übertroffen.

An der Liga-Spitze geht es so ausgeglichen wie lange nicht zu. Der Achte Oldenburg ist mit drei anderen Teams punktgleich, zwischen Platz zwei (Berlin) und neun (Würzburg) liegen nur vier Zähler. Mit einem starken Jahresendspurt könnten die Baskets also noch einen Satz nach vorn machen.

„Der Dezember wird allerdings richtig hart für uns“, sagt Drijencic mit Blick auf die vielen Auswärtsreisen – unter anderem geht es zwischen den Bundesligapartien in Bonn und gegen Bamberg ins 6000 Kilometer entfernte Krasnojarsk zum Champions-League-Gruppenspiel. „Aber es nützt ja alles nichts“, seufzt der Trainer: „Wir müssen da irgendwie durch und schauen, dass wir unsere Siege holen.“

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