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Ewe Baskets Oldenburg Spitzenspiel gegen Bamberg gibt die Richtung vor


Da geht’s lang: Trainer Mladen Drijencic spricht mit Spielmacher Will Cummings vor einer Einwechslung. 
Martin Remmers

Da geht’s lang: Trainer Mladen Drijencic spricht mit Spielmacher Will Cummings vor einer Einwechslung.

Martin Remmers

Oldenburg - Nachdem seine Vertragsverlängerung am Montag bekanntgemacht worden war, betonte Philipp Schwethelm in den sozialen Netzwerken seine Identifikation mit Club und Stadt, lenkte den Fokus sodann aber auf die anstehende sportliche Aufgabe. „Jetzt wollen wir erstmal gegen Bamberg zurück in die Erfolgsspur kommen“, schrieb der Basketball-Profi der EWE Baskets Oldenburg mit Blick auf das Heimspiel gegen Brose Bamberg am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/große EWE-Arena).

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Nicht nur Schwethelm weiß: Im Vergleich mit dem Pokalsieger steht für die Oldenburger einiges auf dem Spiel. Zum einen geht es um Wiedergutmachung für die 85:100-Schlappe bei Rasta Vechta am vergangenen Samstag, als die Baskets ausgerechnet im Derby ihre wohl schwächste Leistung der bisherigen Saison ablieferten. „Das Vechta-Spiel ist abgehakt und raus aus unseren Köpfen“, befürchtet Trainer Mladen Drijencic aber keinen Knacks bei seinem Team.

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Zum anderen hat sich durch die Pleite in Vechta die Tabellensituation für die Oldenburger (2./42:10 Punkte) verschärft: Eine Niederlage im Nachholspiel gegen den Fünften aus Bamberg (36:14) wäre nicht nur ein empfindlicher Rückschlag im Kampf um Platz zwei, sondern würde bei danach noch sieben ausstehenden Hauptrundenpartien sogar auch den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale in Gefahr bringen. Auf der anderen Seite könnte das Team von Trainer Mladen Drijencic die Bamberger mit einem Erfolg am Abend auf sechs Minuszähler distanzieren und somit dem von Clubchef Hermann Schüller vor der Saison formulierten Ziel, die reguläre Saison unter den ersten Vier abzuschließen, ein gewaltiges Stück näherkommen. Die dann auch rechnerisch perfekt gemachte Playoff-Teilnahme wäre nur ein netter Nebeneffekt.

Taddas Einsatz weiter offen

Um das Spitzenspiel siegreich zu gestalten, werden die Baskets aber in der Verteidigung mindestens eine Schippe drauflegen müssen. Nachdem die Defensive der Oldenburger lange Zeit ein Garant für die erfolgreiche Saison war, stimmte es in den vergangenen beiden Spielen hinten nicht mehr. Der 100er-Packung in Vechta waren 95 zugelassene Punkte beim Sieg gegen Bonn (109:95) vorausgegangen. „Es ist wichtig, dass wir jetzt anfangen, Defense zu spielen“, nahm Rasid Mahalbasic die Mannschaft in die Pflicht. Auch Schwethelm forderte eine Rückbesinnung auf die Verteidigung, den Ausfall von Karsten Tadda (angeschlagene Bauchmuskulatur) wollte er nicht als Ausrede gelten lassen: „Ein Spieler darf nicht so einen großen Unterschied ausmachen.“ Ob Tadda am Abend wieder einsatzfähig ist, entscheidet sich erst kurzfristig.

Doch auch die Bamberger reisen nicht frei von personellen Sorgen an. So ist der Einsatz des zuletzt stark aufspielenden Centers Cliff Alexander (Sprunggelenksverletzung) fraglich. Ohne den US-Amerikaner kassierten die Franken am Sonntag beim 81:92 in Bonn die zweite Niederlage in Folge, nachdem sie zuvor eine beeindruckende Siegesserie hingelegt hatten.

Bambergs Trainer: „Ihre Arena ist eine Festung“

Nach einem schwachen Saisonstart und einigen Turbulenzen im Club hat sich der einstige Serienmeister unter Federico Perego stabilisiert. Der 34-jährige Italiener war Anfang des Jahres nach der Entlassung von Ainars Bagatskis vom Assistenz- zum Chefcoach befördert worden und schaffte es, das verunsicherte Team wieder in die Spur zu bekommen. Bamberg setzte in der Liga zur Aufholjagd an, besiegte im Pokalfinale Alba Berlin und zog vergangene Woche ins Finalturnier der Champions League ein.

Peregos Respekt vor den Oldenburgern ist jedoch groß. „Es ist eine Mannschaft voller Talent, bestehend aus Spielern, die es lieben, als Einheit aufzutreten. Sie spielen bislang eine großartige Saison und werden nach der Niederlage in Vechta noch motivierter sein“, sagte der jüngste Trainer der Liga, der zudem die Heimstärke der Baskets (erst eine Niederlage) fürchtet: „Ihre Arena ist eine Festung und eine der am schwersten zu bespielenden Hallen Deutschlands.“

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