OLDENBURG - Vier Siege in Folge haben die Bundesliga-Basketballer der EWE Baskets Oldenburg in dieser Saison in der Anfangsphase geholt. Das führte dazu, dass sie an der Spitze der Tabelle mitspielten. Danach kam Sand ins Getriebe – mal mehr, mal weniger. Zu mehr als zwei Siegen nacheinander reichte es daraufhin nicht mehr. Bis vor kurzem, als gegen Quakenbrück, Gießen und Göttingen gewonnen wurde. An diesem Sonnabend (20 Uhr) hat die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic nun die Chance, den Saisonrekord einzustellen.

Dazu muss sie aber ähnlich engagiert auftreten wie zuletzt gegen Göttingen, denn das Team ist zu Gast bei den Tigers Tübingen. Und wie stark die sein können, wissen die Baskets aus dem Hinspiel, das sie sang- und klanglos 68:87 verloren haben. „Das war eine bittere Niederlage“, erinnert sich der leicht erkältete Krunic – und der Anfang der Phase, in der sich herausstellen sollte, dass Smith und Prodic zwei Spieler sind, die sich nicht an das Oldenburger Spielsystem gewöhnen konnten (oder wollten?). Die Umgestaltung der Mannschaft war die Folge.

Auch Tübingen gelangen zuletzt drei Siege in Folge (in Bonn, gegen Ludwigsburg und in Bayreuth). Ein Indiz dafür, dass der Tabellen-13. (20:24 Punkte) den Kampf um die Teilnahme an den Playoffs der besten acht Mannschaften noch nicht aufgegeben hat. Da wollen auch die Baskets hin, die mit 26:18 Zählern auf dem sechsten Platz liegen. Ein Sieg in Tübingen würde der Mannschaft um Kapitän Rickey Paulding erheblich weiterhelfen, denn dann wäre der kommende Gegner, gegen den der direkte Vergleich wohl nicht gewonnen werden kann, weit genug abgeschlagen.

„Wir sollen mit einer ähnlichen Begeisterung wie gegen Göttingen spielen und vor allem in der Defensive wieder so gut harmonieren“, nennt Krunic die Mittel, die notwendig sind, um in der Universitätsstadt bestehen zu können. Vor allem durch die gute Defensive könnten die Kreise von Dane Watts, Chris Oliver, Branislav Ratkovica und Anatoly Kashiriv eingeschränkt werden, die bisher allesamt im Schnitt zweistellig pro Spiel gepunktet haben.

Krunic setzt auf die Fortsetzung des Aufwärtstrends. Optimistisch stimmt ihn auch, dass Oliver Stevic seine Schulterprobleme weitgehend abstellen konnte. Beste Voraussetzungen also, um den vierten Sieg in Folge zu landen.