OLDENBURG - Zwischen den Gießen 46ers (Tabellen-16. mit 12:30 Punkten) und den EWE Baskets Oldenburg (Sechster mit 22:18 Zählern) liegen in der Basketball-Bundesliga Welten. Gleiches gilt für die Saisonziele: Gießen, seit mehr als 44 Jahren im Basketball-Oberhaus vertreten, möchte dort auch weiter bleiben und die Klasse halten, die Baskets so weit wie möglich vorne mitspielen.
Dennoch haben beide Teams zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Saison eines gemein: Beide gewannen am vergangenen Spieltag wichtige Partien Gießen nach zuvor 13 Niederlagen in Folge das Kellerderby in Bayreuth, die Baskets gegen Quakenbrück und schöpfen daraus die Hoffnung, dass dies die Wende zum Besseren sein könnte.
Der Oldenburger Sieg gegen Quakenbrück ist nur etwas wert, wenn auch in Gießen gewonnen wird, meinten nicht wenige Baskets-Fans nach dem Derby. Und genau das gilt es jetzt zu beweisen. Hat das Spiel der Baskets an Stabilität gewonnen, oder setzt sich das Auf und Ab weiter fort? Trainer Predrag Krunic setzt auf die neu gewonnene Stabilität, die es zu bestätigen gilt. Kein leichtes Unterfangen, denn Gießens Selbstbewusstsein ist mit dem Erfolg gestiegen. Zudem, so Krunic, lasse sich das Team nicht mehr mit dem aus dem Hinspiel (74:67 für die Baskets) vergleichen.
Neben dem neuen Trainer Steven Key, der Vladimir Bogojevic ablöste, sind auch Michael Jordan, Nick Jacobsen und Maurice Jeffers neu im Kader der Oberhessen. Und Jordan setzte mit 17 Punkten und sechs Assists beim Sieg in Bayreuth gleich ein Ausrufezeichen. Neben ihm haben im Verlauf der Saison in Zachery Peacok (15,68) und dem Ex-Oldenburger Elvir Ovcina (12,7) weitere Spieler im Schnitt zweistellig gepunktet. Aber nicht nur sie gilt es aus Sicht des Oldenburger Trainers in den Griff zu bekommen. Auch Chase Griffin (10,2) und Antony Smith (10,9) sowie Tyan Brooks (11,1) gelte es zu beachten, hat Krunic beobachtet.
Der 43-Jährige setzt auch in diesem Gastspiel wieder auf eine funktionierende Defensive, wie sie das Team gegen Quakenbrück demonstriert hat. Dann dürften wir eine Chance haben, gibt sich Krunic vorsichtig optimistisch. Zuversichtlich stimmt ihn auch die Tatsache, dass Center Aron Baynes seine Beinverletzung auskuriert hat und damit wohl wieder alle Spieler des Kaders einsatzbereit sind. So gesehen stehen die Chancen für die Baskets nicht schlecht, dass auch nach der Partie am Sonnabend beide Teams weiterhin deutlich voneinander getrennt sind.
