OLDENBURG/GIEßEN - Bester Werfer bei den Gießenern ist Louis Campbell. Die Baskets verloren sechs der vergangenen sieben Spiele.

Von Hauke Richters

OLDENBURG/GIEßEN - Zwei Mannschaften, ein Problem: Wenn die EWE Baskets Oldenburg am Sonnabend (20 Uhr) bei den Gießen 46ers antreten, treffen die beiden am stärksten kriselnden Basketball-Bundesligisten aufeinander. Während die Hessen von den vergangenen sechs Partien fünf verloren haben, gingen die Oldenburger in den jüngsten sieben Liga-Vergleichen sechsmal als Verlierer vom Feld.

Für die Baskets gilt es, die trotz der Krise noch gute Ausgangsposition für die Playoffs nicht zu verspielen. „In Gießen müssen wir unbedingt gewinnen“, sagt Trainer Don Beck. „Ich denke, dass das die Wende bringen würde.“

Nach derzeitigem Tabellenstand würde die Beck-Mannschaft als Fünfter mit einem Auswärtsspiel gegen den viertplatzierten Nordwest-Rivalen Eisbären Bremerhaven in die K.o.-Runde starten – gegen diesen Gegner gelangen in der Punktrunde immerhin zwei Siege. Verlieren die Oldenburger allerdings die restlichen drei Saisonspiele, ist theoretisch sogar noch das Abrutschen auf Platz neun und damit das Verpassen der Playoffs möglich.

Gegen die Hessen – derzeit auf Platz zwölf – hofft Beck auf einen voll einsatzfähigen Kristaps Valters. Bei der 61:76-Heimniederlage gegen Köln stand der von Rückenblessuren geplagte Aufbauspieler zwar knapp 30 Minuten auf dem Platz, erzielte dabei aber gerade einmal zwei Pünktchen. Bill Edwards hat sich von seinen Knieproblemen erholt, fraglich bleibt dagegen der Einsatz von Desmond Penigar (Adduktoren-Probleme).

Bester Schütze bei den Gießenern ist mit 16 Punkten pro Spiel Louis Campbell, dahinter liegen Anton Gavel (15,9) und B.J. Elder (13). Für Ärger sorgte beim Team von Trainer Stefan Koch kürzlich Chris Anrin. Der Schwede hatte ein Haarwuchsmittel mit der verbotenen Substanz Finasterid benutzt und war deshalb vom Verband vom Spielbetrieb suspendiert worden.