OLDENBURG/GIEßEN - Bei den Basketballern der EWE Baskets Oldenburg ist zurzeit größte gedankliche Flexibilität erforderlich, denn sie müssen sich binnen Stunden von den Höhen der Euroleague auf die Tiefen des Bundesligaalltags umstellen. Das gelang in der Vorwoche gut, als sie der Niederlage gegen Real Madrid den brillanten Sieg über Trier folgen ließen. An diesem Mittwoch mussten sie auf europäischer Ebene erneut Lehrgeld zahlen (63:96 gegen Athen). Ob an diesem Sonnabend, 20 Uhr, in Gießen nun wieder eine starke Vorstellung folgt?

„Wir hatten nur einen Tag, um uns zu erholen“, gab sich Baskets-Trainer Predrag Krunic sich vorsichtig. Donnerstag mussten die Spieler ganz früh aufstehen, um den Rückflug anzutreten, und am Freitagnachmittag machten sie sich per Bus schon auf in Richtung Mittelhessen.

Obwohl das Ergebnis in Athen deftig ausfiel, zeigte sich Krunic zufrieden mit dem Abschneiden und dem Auftreten seiner Mannschaft. „Das Ergebnis gibt nicht den Spielverlauf wieder. Wir haben 30 Minuten gut mitgehalten“, meinte er, der registriert hat, dass das Team sich weiter im Aufschwung befindet. Dieser soll sich in Gießen fortsetzen, zumal Krunic auf alle Spieler zurückgreifen kann. Allerdings weiß der Trainer nicht, wie die Spieler die Enttäuschung weggesteckt haben, nach der Pausenführung noch verloren zu haben.

Das Team aus Hessen steht mit 12 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, Oldenburg ist mit 16 Zählern Sechster. Die Truppe von Trainer Vladimir Bogojevic machte in der Vorwoche durch den Sturz des Tabellenführers Quakenbrück auf sich aufmerksam. Dabei zeigte sie eine gute Leistung in der Defensive. Daran müsse die Mannschaft anknüpfen, meinte Gießens Trainer, der darauf setzt, dass die Fans ihrem Team den Rücken stärken. „Das könnte unser Vorteil sein“, so Bogojevic.

Allerdings werde es ein schweres Spiel, meinte er, denn er schätzt die Oldenburger als ein Team mit „einer beeindruckend hohen individuellen Qualität“. Jeder Spieler sei in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Und genau diese Qualitäten müssen die Oldenburger am Abend unter Beweis stellen.

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