OLDENBURG/JEDDAH - Der amerikanische Basketball-Profi Marvin Stone hat während eines Spiels für seinen Club Ittihad Jeddah (Saudi-Arabien) einen Herzinfarkt erlitten und ist kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Es war die erste Partie des 26-Jährigen für den Verein, nachdem er zuvor auf Zypern gespielt hatte.
Stone hatte vor der Saison 2005/06 ein Probetraining beim Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg absolviert. Der Verein verzichtete damals aber auf eine Verpflichtung, weil die obligatorische Untersuchung beim Kardiologen auffällige Befunde ergeben hatte. „Außerdem hatte Stone auch auf dem Spielfeld keinen austrainierten Eindruck hinterlassen“, sagt Baskets-Sprecher Torben Rosenbohm.
Unmittelbar vor dem Probetraining in Oldenburg hatte Stone vor einem Engagement beim Bundesliga-Rivalen Alba Berlin gestanden. Dort hatte er bereits einen Vorvertrag unterschrieben. Auch in Berlin ergab der Medizin-Check Auffälligkeiten, so dass der Club von einer Verpflichtung Abstand nahm.
„Das ist ein tragischer Fall“, sagt Rosenbohm. „Er unterstreicht aber, wie wichtig diese Untersuchungen sind. Man sieht, dass es auch im Interesse der Spieler ist, sich vor einer Verpflichtung richtig durchchecken zu lassen.“
Bei den Baskets werden potenzielle Zugänge dreimal untersucht. Rosenbohm: „Die Spieler gehen zum Allgemeinmediziner, zum Orthopäden und zum Kardiologen. Nur wenn sie diese Untersuchungen bestehen, kommen sie für einen Vertrag in Frage.“
