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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Oldenburger schauen in die Röhre

28.06.2018

Oldenburg /Mies Die Würfel sind gefallen – und die EWE Baskets gucken in die Röhre. Die Basketball-Champions-League (BCL) findet in der kommenden Saison ohne Oldenburger Beteiligung statt. Im am Mittwochabend von der BCL veröffentlichten Teilnehmerfeld fehlten die Baskets. Stattdessen vertreten Brose Bamberg, die Riesen Ludwigsburg, die Baskets Bonn und Medi Bayreuth die Bundesliga in der nächsten Spielzeit in der Champions League. Bayreuth muss zunächst in die Qualifikationsrunde, die anderen drei Teams sind direkt in der Gruppenphase.

„Wir sind extrem verärgert“, sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller und übte scharfe Kritik an Bamberg. Der neunmalige deutsche Meister habe den Baskets „die Tür vor der Nase zugeschlagen“, indem er vor eineinhalb Wochen überraschend für einen Start in der Champions League gemeldet hatte. Schüller warf den Bambergern Egoismus vor. „Es kann nicht sein, dass jeder Club aus der BBL seine singulären Interessen vertritt und von heute auf morgen von dem einen in den anderen Wettbewerb wechselt. Das hat mit Fairplay nichts zu tun und ist eine Sauerei.“

Hintergrund ist das Durcheinander im europäischen Vereinsbasketball, in dem mehrere Wettbewerbe miteinander konkurrieren. Als Serienmeister waren die Bamberger in den vergangenen Jahren regelmäßig in der Euroleague angetreten, Europas Königsklasse im Basketball.

Nach dem zuletzt verpassten Bundesliga-Titel hätten die Franken im zweitklassigen Eurocup starten können, der ebenfalls von der Euroleague-Organisation veranstaltet wird. Stattdessen entschieden sich die Bamberger Macher aber für einen „Anbieter-Wechsel“ und schlossen mit der vom Weltverband Fiba organisierten Champions League einen Fünfjahresvertrag ab. Leidtragende dieses Deals waren die Oldenburger, weil damit plötzlich auch der letzte Startplatz für die Bundesliga vergeben war. Als Hauptrunden-Siebter waren die Baskets hinter Ludwigsburg, Bonn und Bayreuth gelandet – diese Clubs hatten also von vornherein die Nase vor Oldenburg.

In der Hoffnung auf eine Ausnahmeregelung hatten die Baskets sogar noch den BBL-Präsidenten eingeschaltet, doch auch Stefan Holz konnte bei der entscheidenden Vorstandssitzung der BCL am Mittwochabend im schweizerischen Nyon nichts mehr ausrichten.

Schüller beklagte die mangelnde Transparenz der Vereinbarung zwischen Bamberg und Champions League. Hätte man von den Plänen eher erfahren, hätte man sich frühzeitig auch um einen Platz für den Eurocup der Euroleague bewerben können. Aus Deutschland treten dort neben Alba Berlin in der kommenden Saison auch die Frankfurt Skyliners und Ratiopharm Ulm – zwei Teams also, die in der abgelaufenen Bundesliga-Hauptrunde hinter den Baskets platziert waren. „Wir sind jetzt die Dummen“, schimpfte Schüller.

Nun werden die Baskets wohl im Europe Cup starten. Dieser wird ebenfalls von der Fiba veranstaltet. Die Teilnahme am schwächsten europäischen Wettbewerb hatte Schüller kürzlich noch als „allerschlechteste Lösung“ bezeichnet. Am Mittwoch meinte der Baskets-Chef: „Wir müssen nun aus der Situation das Beste machen. In den Europe Cup werden wir auf jeden Fall mit der Ambition starten, sehr weit zu kommen.“

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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