Oldenburg - Mächtig aufgeregt war Mladen Drijencic bei der Pressekonferenz nach dem fast verschenkten Sieg (86:84) der EWE Baskets Oldenburg gegen den MBC Weißenfels am Sonntagnachmittag. Es sei eine Seuche, meinte der Oldenburger Basketball-Trainer mit heiserer Stimme, dass sein Team nicht 40 Minuten lang kontinuierlich seine Leistung halten kann.

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„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zuviel auf die Offense konzentriert und die Defensive vernachlässigt“, kritisierte Drijencic, dass man auch einen Gegner wie Weißenfels nicht so aufspielen lassen dürfe – auch nicht nach einer 47:34-Halbzeitführung.

„Die Bundesliga ist die stärkste seit ihrer Gründung vor 50 Jahren“, stellte Drijencic klar, „in dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Wie um seinen Standpunkt zu untermauern, verlor der Tabellendritte Ludwigsburg fast zur gleichen Zeit beim Elften in Ulm, und am Abend bezwang der Neunte Würzburg den Vierten Bonn und machte das Rennen um die Playoff-Plätze noch einmal richtig spannend – nicht nur für sich selbst.

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Drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde trennen den nun Vierten Bayreuth (40:22) und Würzburg (34:28) nur sechs Punkte. Bonn, Bamberg und Oldenburg auf den Rängen fünf bis sieben sind sogar punktgleich (38:24), für sie wie für den Achten Frankfurt (36:26) ist zwischen Platz vier und neun alles noch drin.

Die Baskets haben mit dem Heimspiel gegen die BG Göttingen an diesem Freitag (20.30 Uhr) eine vermeintlich gute Chance, Punkte zu holen. Doch auch gegen den 15. muss Oldenburg eine gute Leistung bringen. Gegen den 14. – Weißenfels – wäre es am Sonntag fast schief gegangen. „Es ist Playoff-Zeit“, konstatierte Drijencic daher schon Sonntag – nicht ohne Grund.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion