Oldenburg - Das war gar nichts: Die EWE Baskets Oldenburg haben im Playoff-Rennen einen herben Rückschlag erlitten. Nach einer schwachen Vorstellung unterlag der Basketball-Bundesligist am Samstagabend im Heimspiel gegen s.Oliver Würzburg mit 80:93 (34:49) und rutschte durch die zweite Niederlage in der Tabelle auf Rang fünf ab. Am kommenden Freitag treten die Baskets beim Meister Bamberg an, die mit einem Sieg an den Oldenburgern vorbeiziehen könnten.

Die Würzburger verdienten sich den Sieg durch einen selbstbewussten Auftritt und halten Anschluss an die Playoff-Ränge. Der Ex-Oldenburger Maurice Stuckey erzielte die meisten Punkte für das Team von Trainer Dirk Bauermann (24).

Die Baskets wirkten bis auf wenige Momente saft- und kraftlos und enttäuschten vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften großen EWE-Arena restlos. Rasid Mahalbasic war mit 19 Punkten bester Baskets-Werfer, Karsten Tadda erzielte 15 Zähler. Einen rabenschwarzen Abend erwischte Rickey Paulding: Dem Kapitän gelang so gut wie gar nichts, er markierte seine drei Zähler lediglich von der Freiwurflinie als die Partie schon entschieden war.

Bei Oldenburg fehlte Brad Loesing. Der Guard hat sich einen Finger gebrochen und dürfte mehrere Wochen ausfallen. Zudem berief Trainer Mladen Drijencic zum ersten Durand Scott ins Aufgebot, aufgrund der Ausländerregel musste Armani Moore für ihn weichen. Drijencic dürfte seine Entscheidung bereut haben, denn der vor drei Wochen verpflichtete Scott blieb in seiner fünfminütigen Einsatzzeit im zweiten Viertel komplett ohne Wirkung und kam danach auch nicht mehr zurück aufs Parkett.

Die Baskets verschliefen schon die Anfangsphase, spielten im Angriff schlampige Pässe und ließen defensiv die nötige Intensität vermissen. Würzburg hingegen war von Beginn an voll da, nutzte die sich bietenden Freiräume und führte nach sieben Minuten mit 20:11. Nach einer Auszeit von Trainer Drijencic nahmen dann auch die Oldenburger am Spielgeschehen teil. Vor allem der anfangs indisponierte Rasid Mahalbasic drehte nun auf und führte sein Team zum 20:20-Ausgleich nach dem ersten Viertelende.

Im zweiten Abschnitt verfielen die Oldenburger aber wieder in den behäbigen Trott der ersten Minuten. Würzburg erzielte die ersten vier Zähler und war fortan klar am Drücker. Insbesondere der überragende Stuckey spielte an alter Wirkungsstätte groß auf: Der 27-Jährige, der 2015 mit Oldenburg deutscher Pokalsieger geworden war, war nicht zu stoppen und erzielte 16 Punkte in der ersten Halbzeit.

Stuckey war es auch, der nach 17 Minuten zum 40:23 für die Gäste traf und für ein kräftiges Raunen in der Arena sorgte. Bei den Gastgebern lief im zweiten Viertel nichts zusammen: Neben der Aggressivität, Würzburg bekam reihenweise freie Würfe, fehlte es auch an Konzentration: So warf Baskets-Spielmacher Mickey McConnell gleich zweimal hintereinander unbedrängt den Ball weg.

Klar war: Es musste sich was ändern bei den Baskets. Und es änderte sich was. Die Hausherren kamen mit viel Schwung und anderer Körpersprache zurück aufs Parkett, erzielten neun Punkte in Folge und waren so ruckzuck wieder in Reichweite (43:49/23.). Danach war es Philipp Schwethelm, der die Baskets mit seinen Dreiern dranbleiben ließ (52:59/26.).

Dann aber riss der Faden erneut bei den Oldenburgern und Würzburg zog bis zum Ende des dritten Abschnitts wieder auf 13 Punkte davon (72:59). Auch im Schlussviertel leisteten sich die Baskets zu viele Fehler, um der Partie noch einmal eine Wende geben zu können.

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