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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Willkommen in Absurdistan

20.07.2018

Oldenburg Das Nebeneinander von vier Wettbewerben zweier sich spinnefeinder Anbieter treibt die dollsten Blüten, die Teilnahme eines Clubs hängt oft mehr von wirtschaftlichen und Basketball-politischen Kriterien ab als von sportlichen. Dass dies dem breiteren Publikum (und nicht nur dem) schwerlich zu vermitteln ist, scheint die Funktionäre wenig zu kratzen. Der Konflikt zwischen der privaten Organisation Euroleague und dem Weltverband Fiba ist komplett festgefahren.

Lesen Sie auch: Baskets verzichten überraschend auf europäischen Wettbewerb

Welch bizarre Folgen dies hat, zeigt die Posse um die Baskets Oldenburg. Diese waren als Fiba-Fürsprecher fest von einem Start in der Champions League ausgegangen, nach dem plötzlichen Bamberger Sinneswandel blieb ihnen aber nur noch die Resterampe der europäischen Club-Wettbewerbe übrig. Hingegen meldeten in Frankfurt und Ulm zwei Bundesligisten für den weitaus anspruchsvolleren wie attraktiveren Eurocup, obwohl sie in der abgelaufenen Hauptrunde der BBL hinter Oldenburg gelandet waren. Willkommen in Absurdistan!

Insofern wäre es nachvollziehbar und sogar konsequenter gewesen, wenn die Baskets ihren Verzicht auf den Europe Cup unmittelbar nach der Nichtberücksichtigung von der Champions League erklärt hätten. Offenbar brauchten die Verantwortlichen aber ein paar Woche, um zu erkennen, dass in diesem Fall weniger eindeutig mehr ist.

Okay, durch den Verzicht auf den Europe Cup (allein die Namensähnlichkeit zum Eurocup ist ein Graus) berauben sich die Oldenburger der realistischen Chance auf den ersten europäischen Titel der Clubgeschichte. Auf dem Weg zum Finale wäre allerdings verdammt viel Schwarzbrot zu kauen gewesen – gegen Teams aus Finnland, Rumänien oder Dänemark hätten die Fans zwar ihre geografischen Kenntnisse erweitern können, sportlich hätte sie sehr schwere Kost erwartet.

Nein, diesen Spielen muss man wirklich nicht hinterhertrauern, zumal das Ganze auch finanziell unattraktiv gewesen wäre.

So begrüßenswert die Entscheidung der Baskets-Verantwortlichen ist, über eines müssen sie sich im Klaren sein: In der Vergangenheit wurden die vielen Reisen gern mal als Erklärung für schwächere Leistungen in der Liga herangezogen. Diese Ausrede fällt für die nächste Saison nun weg.

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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