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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Oldenburg Schlägt Bayern München 100:77: Großer Baskets-Abend liefert viele Emotionen

03.04.2018

Oldenburg Als die Schlusssirene einen denkwürdigen Oldenburger Basketball-Abend beendete, zückten viele Zuschauer in der großen EWE-Arena ihre Smartphones, um ein Foto vom Videowürfel zu schießen. Beinahe schien es so, als würden sie nicht ganz glauben können, was hoch oben unter der Hallendecke zu lesen war: 100:77. Doch diese zwei Zahlen gaben tatsächlich das Endergebnis des Bundesliga-Spitzenspiels zwischen den EWE Baskets und dem FC Bayern am Samstagabend wider – wie entfesselte Oldenburger hatten den hilflosen Spitzenreiter mit einer kräftigen Packung zurück nach München geschickt und einen Tag vor Ostern für Festtagsstimmung in der Arena gesorgt.

Kirsche auf dem Kuchen

„Das war ein großer Abend, es lief alles perfekt für uns“, meinte der mit 24 Punkten überragende Maxime De Zeeuw, nachdem er mit einem Megafon die nach außergewöhnlichen Siegen obligatorische „Humba“ vor dem Fanblock angestimmt hatte. „Das hatte er sich verdient“, sagte Trainer Mladen Drijencic und der in dieser Saison lange verletzte De Zeeuw bekannte: „Das war die Kirsche auf dem Kuchen.“ Der belgische Power Forward war Anfang des Jahres drei Monate wegen einer komplizierten Fußverletzung ausgefallen und erst Anfang März ins Team zurückgekehrt.

„Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Spieler nach einer so langen Ausfallzeit so schnell wieder dieses Niveau erreicht. Was er heute gegen Top-Gegenspieler gezeigt hat, war unglaublich“, lobte Drijencic den 30-Jährigen geradezu überschwänglich.

Der belgische Nationalspieler war auf den großen Positionen nie von den Münchnern zu fassen, traf wahlweise per krachendem Dunking oder blitzsauberem Distanzwurf und brachte sein Team in der einzigen kritischen Phase kurz nach der Halbzeitpause (50:37) mit fünf Punkten in Folge zum 63:51 wieder in die Spur. „Der Club hat mich während meiner Verletzungszeit toll unterstützt und viel Geduld mit mir gehabt – heute konnte ich etwas zurückgeben“, sagte ein emotional aufgewühlter De Zeeuw.

Rasid Mahalbasic: „Unglaubliches Publikum“

Von einem für das Team und für ihn persönlich „großen Sieg“ sprach Frantz Massenat. Der US-Amerikaner zeigte seine beste Saisonleistung und steuerte 20 Zähler und sechs Assists zum in dieser Höhe nicht zu erwartenden Triumph über die nach dem Wirbel um die überraschende Trennung von Trainer Sasa Djordjevic sichtlich verunsicherten Bayern bei.

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„Wir haben von Anfang an Gas gegeben und schnell gemerkt, dass alles möglich ist“, sagte Rasid Mahalbasic, dessen Team die Münchner mit aggressivem und temporeichem Basketball überrollte. Getragen wurden die Gastgeber in der mit 6000 Zuschauern ausverkauften Arena von den Fans, die ihre Mannschaft unentwegt nach vorn peitschten. „Wir haben ein unglaubliches Publikum“, sagte Mahalbasic.

Desolate Bayern

Während die Baskets durch den fünften Sieg in Folge den vierten Tabellenplatz festigten und selbstbewusst dem nächsten Spitzenspiel am Samstag in Ludwigsburg entgegenblicken, stecken die Münchner nach der vierten Pflichtspielpleite hintereinander in der Krise. „Meine Mannschaft war heute nicht bereit“, kommentierte Interimscoach Emir Mutapcic den teilweise desolaten Auftritt.

Personell durch die Ausfälle von Reggie Redding (gesperrt), Nihad Djedovic (Grippe) und Vladimir Lucic (Fußverletzung) geschwächt, wirkten die Gäste überhaupt nicht auf der Höhe und verloren in der zweiten Halbzeit zudem die Nerven. Unsportliche und technische Fouls gegen Jared Cunningham und Danilo Barthel waren Ausdruck des ganzen Münchner Frusts.

Dejan Radonjic neuer Bayern-Trainer

Dejan Radonjic soll den strauchelnden Meisterschaftsfavoriten zurück auf Kurs bringen. Zwei Tage nach dem Debakel in Oldenburg präsentierten die Bayern in dem Montenegriner den Nachfolger für Djordjevic, der offenbar wegen atmosphärischer Störungen im Club gehen musste. Das Ziel bleibe „ganz klar, die Meisterschaft zu gewinnen“, betonte Radonjic. Sein Debüt als Bayern-Chefcoach gibt der 48-Jährige am Mittwoch im Heimspiel gegen Ulm.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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