OLDENBURG - Grenzenloser Jubel am Freitagabend unter den Fans der EWE Baskets Oldenburg in der mit 3148 Zuschauern ausverkauften EWE-Arena: Nach einer Leistungssteigerung und einer dann imponierenden Vorstellung besiegte der amtierende deutsche Meister den Rekord-Titelträger Alba Berlin in einem unterhaltsamen Bundesligaspiel 68:59 (32:31). Mit minutenlangem Applaus feierten die Fans ihr Team.
Dabei begann die Partie für die Oldenburger erst so richtig nach sechs Minuten. Bis dahin hatte Alba das Geschehen diktiert. Die Gäste bestimmten das Tempo, nutzten die Lücken in der Baskets-Defensive zu leichten Punkten. Zudem gelang dem Team von Trainer Predrag Krunic in der Offensive fast nichts. Lediglich zwei Freiwürfe von JeKel Foster bester Oldenburger mit 15 Punkten standen zu Buche. 2:16 lagen die Baskets zurück.
Jetzt handelte Krunic: Er brachte Joshua Carter für Gardner und Marko Scekic für Milan Majstorovic. Damit bekam das Oldenburger Spiel die Impulse, die es dringend benötigt hatte. Rickey Paulding gelang der erste Korb aus dem Spiel heraus (6:16). Noch wichtiger aber war, dass die Baskets Alba in der Defensive jetzt energisch Gegenwehr boten und die Aufbauspieler Rashad Wright und Julius Jenkins nicht mehr gewähren ließen. Am Ende des ersten Viertels (18:21) hatte Oldenburg wieder Kontakt.
Der Aufwärtstrend der Gastgeber setzte sich im zweiten Viertel nahtlos fort. Die Berliner wirkten verunsichert, trafen wiederholt nicht in den 24 Sekunden, die sie zu einem Angriff zur Verfügung hatten. Albas Vorsprung schmolz gegen jetzt aufopferungsvoll kämpfende und immer besser spielende Baskets. Paulding traf zur umjubelten ersten Führung (27:26/17.), und auch zur Pause (32:31) lagen die Oldenburger vorne.
Der Sturmlauf der Baskets ging nach der Pause weiter. Mit Tempo, Engagement und Begeisterung traten sie auf und brachten so die Berliner aus dem Rhythmus. 47:31 hieß es nach 26 Minuten, als Alba-Coach Luka Pavicevic eine Auszeit nahm. Damit gelang es, den Elan der Baskets etwas zu bremsen (47:37/26.) aber nur kurzzeitig. Als Daniel Strauch (29.) von der eigenen Grundlinie zu Foster passte und dieser mit einem Dreier erfolgreich war, tobten die Fans (57:45/30.).
Pavicevic, der die Pleite nur schwer verkraftete, prägte das letzte Viertel. Nach zwei technischen Fouls musste er in der 36. Minute (60:51) sogar die Halle verlassen. Gardner traf sechs der acht folgenden Freiwürfe. Der Rest war für die Baskets Formsache.
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