Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben sich im Nordwest-Derby der Basketball-Bundesliga gegen Rasta Vechta durchgesetzt. Am Sonntagnachmittag gewann die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic vor 6200 Zuschauern in der ausverkauften großen EWE-Arena mit 83:76 (44:28). Beste Werfer beim Team von Drijencic waren Rickey Paulding und Tyler Larson mit jeweils 23 Punkten. Bei Vechta war Steve Vasturia am treffsichersten (16).

NWZ-EINZELKRITIK ZU DEN BASKETS OLDENBURG Zugänge zeigen im Derby soliden Einstand

Niklas Benter
Oldenburg

Spieler und Fans waren beim achten Nordwest-Derby von Beginn an auf Betriebstemperatur. Während sich die Profis auf dem Parkett intensive Zweikämpfe lieferten, sorgten die beiden Fanlager für die nötige Derby-Atmosphäre auf den Rängen. Mehr als 500 Anhänger aus Vechta begleiteten ihr Team nach Oldenburg. Ihre Premiere im Baskets-Trikot feierten zudem Ian Hummer und Filip Stanic. Hummer erhielt nach drei Minuten seine ersten Minuten vor heimischer Kulisse. Stanic kam Mitte des zweiten Viertels erstmals zum Einsatz.

Nach einem ausgeglichen Beginn mussten die Rasta-Fans gegen Ende des ersten Viertels erstmals mit ansehen, wie die Oldenburger auf zehn Punkte davonzogen (20:10/8. Minute). Allerdings konnte Vechta den Abstand mit Schlusssirene zur Viertelpause auf 24:19 verkürzen.

Beide Teams spielten mit viel Tempo und lieferten sich heiß umkämpfte Duelle in der Defensive. Den Baskets gelang es, gegen die gewohnt körperbetonte Spielweise der Gäste dagegenzuhalten und in der Folge die Führung im zweiten Abschnitt durch zwei Dreier von Tyler Larson und zwei Punkte von Paulding auf 34:19 (14.) auszubauen.

Der Kapitän war es auch, der den Vorsprung mit einem krachenden Dunk auf 17 Zähler schraubte (39:22/18.). Einen weiteren Rekord in seiner langen Karriere lieferte der 37-Jährige kurze Zeit später gleich hinterher: Mit seinem Dreipunkte-Wurf zum 42:25 (19.) erzielte Oldenburgs Altmeister seinen 935. Dreier in der Bundesliga. Damit überholte Paulding den Ex-Oldenburger Julius Jenkins (934) und liegt nun auf Platz eins in der Bundesliga-Bestenliste. Mit einer 44:28-Führung ging es für Oldenburg schließlich in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Vechta zwar den Rückstand zu verkürzen (46:37/24.), doch die Baskets blieben fokussiert und erhöhten noch einmal den Druck. Mit einer Elf-Punkte-Führung gingen die Gastgeber ins Schlussviertel (60:49).

In diesem behielten die Oldenburger die Oberhand und brachten den Sieg unter Dach und Fach - auch wenn es kurz vor Schluss noch einmal kribbelig wurde. Für die Baskets geht es am kommenden Samstag (20.30 Uhr) zu s.Oliver Würzburg. Vechta ist am Samstag (18 Uhr) bei den Frankfurt Skyliners gefordert.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion