Oldenburg - Nach dem 0:3 gegen Alba Berlin in der Playoff-Halbfinalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft ist die Saison 2018/19 für die EWE Baskets Oldenburg beendet. Zeit, um auf die Höhepunkte dieser Spielzeit zu blicken.
Dominanter Sieg
Einen fulminanten Erfolg feierten die Baskets gleich am ersten Spieltag (29. September) auswärts bei den Löwen Braunschweig. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel zündeten die Oldenburger in den folgenden drei Abschnitten den Turbo und überrollten die völlig überforderten Braunschweiger. Nach 40 Minuten stand es 100:64 für die Baskets. Will Cummings zeigte direkt im ersten Spiel seine ganze Klasse und war mit 25 Punkten Oldenburgs bester Schütze. Den höchsten Saisonsieg feierte das Team von Mladen Drijencic allerdings am 16. Spieltag gegen Science City Jena (103:62). Und mit Jena geht’s auch gleich weiter.
Erster Dämpfer
Auf den furiosen Auftaktsieg folgte eine Woche später (7. Oktober) dann nämlich die Ernüchterung. Im Achtelfinale des BBL-Pokals schieden die Baskets vor heimischem Publikum aus – gegen Jena. Die Baskets lagen zwei Viertel vorn und alles sah nach einem ungefährdeten Heimsieg aus, doch nach der Halbzeitpause wendete sich das Blatt. Besonders im Schlussviertel blühten die Gäste aus Jena auf und gewannen dieses mit elf Zählern Differenz (18:29). Am Ende mussten sich die Oldenburger mit 91:94 geschlagen geben.
Erste Liga-Niederlage
Geschlagen geben mussten sich die Baskets in der Bundesliga erstmals am sechsten Spieltag (3. November). In Gießen unterlag das Drijencic-Team mit 88:97. Es war die erste von insgesamt nur sechs Niederlagen in der Hauptrunde.
Duelle gegen Alba
Am 13. Januar trafen die Baskets erstmals auf Berlin. Vor heimischem Publikum verloren die Oldenburger mit 84:93. Im Rückspiel (10. März) sah es dann ganz anders aus. Besonders im dritten Viertel (25:11) dominierten die Huntestädter die Hauptstädter nach Belieben und setzten sich mit 94:78 durch.
Mahalbasic-Show
Dass Rasid Mahalbasic zu den besten Centern der Liga gehört, stellte der Österreicher im Laufe der Saison häufiger unter Beweis. Gegen Braunschweig legte er am 2. Februar sein erstes Triple Double (19 Punkte/13 Rebounds/10 Assists) hin. Und es sollte nicht das letzte gewesen sein. Gegen Würzburg (10/10/10, 20. April), Gießen (10/10/11, 30. April) und Bonn (21/15/10, 21. Mai) ließ der Österreicher drei weitere folgen und stellte damit einen Rekord in der BBL auf. „Mr. Triple Double“ war geboren.
Der knappste Sieg
Dramatisch ging es am 21. Spieltag zu. Nachdem Oldenburg das Hinspiel bei Bayern München mit 74:95 verloren hatte und dabei auch seine höchste Saisonniederlage einstecken musste, lieferten sich beide Teams am 14. Februar eine nervenaufreibende Partie in Oldenburg. Die Baskets begannen stark und führten zur Halbzeit mit 50:40. Kontinuierlich verkürzten die Bayern jedoch den Rückstand (drittes Viertel/67:60). Im Schlussviertel kam München Punkt um Punkt zurück und ging 1:21 Minuten vor dem Ende mit 80:79 das erste Mal seit der zweiten Minute (4:3) in Führung. So sah es acht Sekunden vor Schluss durch zwei sicher verwandelte Freiwürfe von Petteri Koponen danach aus, als würden die Gäste den Sieg mitnehmen. Doch im letzten Angriff der Partie foulte Derrick Williams Rickey Paulding beim Dreierversuch, der es sich mit aller Erfahrung nicht nehmen ließ und den Sieg von der Linie eintütete (83:82). Die Baskets-Fans standen kopf. Für München war es die erste Hauptrunden-Niederlage.
40-Punkte-Mann
Für einen weiteren Rekord in dieser Saison sorgte Frantz Massenat. In Göttingen (31. März) lief der US-Amerikaner heiß und steuerte beim 96:79-Auswärtserfolg satte 40 Punkte bei. Einen solch hohen Wert erreichte in dieser Spielzeit kein anderer Akteur.
Letzter Spieltag
Sportlich ging es für die Oldenburger am letzten Spieltag (12. Mai) um nichts mehr. Die Baskets spielten die beste Hauptrunde ihrer Clubgeschichte (am Ende 56:12 Punkte) und waren seit Wochen mit Platz zwei sicher für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert. Drijencic schonte gegen Crailsheim Cummings für die Playoffs, setzte ansonsten aber alle Profis ein. Doch die Crailsheimer, die noch um den Klassenerhalt kämpften, setzten sich mit 99:87 durch. Crailsheim war gerettet, Bremerhaven hingegen unterlag im Parallelspiel Weißenfels (87:90) und musste den Weg in die zweite Liga antreten. Den Bremerhavener Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung wiesen die Baskets entschieden zurück.
