OLDENBURG/TRIER - Der Baskets-Trainer hat viel Respekt vor dem Gegner. Seine Spiele setzen auf ihren Ehrgeiz und die eigene Stärke.

Von Oliver Schulz

OLDENBURG/TRIER - Von Vorfreude keine Spur. „Ich kann nicht voraussagen, was passieren wird. Die Liga ist sehr, sehr stark. Und Trier wird für manche Überraschung sorgen“, stellt Don Beck zur Saisonpremiere der Basketball-Bundesliga fest. Der Trainer der EWE Baskets Oldenburg bemüht vor der Auswärtspartie bei TBB Trier am Sonntag (17 Uhr/Arena) den Zweckpessimismus – und findet in seinem Kollegen Joe Whelton einen Bruder im Geiste. „Ich mag Auftaktspiele nicht. Es gibt nichts, woran man sich orientieren kann“, schreibt der Trierer Coach im Hallenheft. „Die Leistungen, die in Vorbereitungsspielen erbracht wurden, sind nicht mehr als ein Fingerzeig“.

Das wäre aber sehr schade, denn die Oldenburger Fans erinnern sich mit Freude an den Testspielsieg gegen Bree am vergangenen Sonntag. Da haben die Baskets im Schlussviertel so richtig aufgedreht und den Heißhunger auf die neue Spielzeit geweckt. „Ich habe noch nie ein so gutes Saisonauftaktspiel gesehen“, meint Geschäftsführer Hermann Schüller. „Mir haben die letzten zehn Minuten besonders gefallen“, räumt Beck ein. „Wenn man bedenkt, dass der neue Kader erst fünf Wochen zusammen trainiert, kann ich daraus meine Hoffnung ziehen“, wagt sich der Trainer einen Schritt nach vorne.

Sein Assistent Ralph Held hat den kommenden Gegner beobachtet und meint: „Trier wird zu den besseren Teams gehören.“ Wie die Oldenburger wollen die Trierer in die Playoffs und haben ihr Team entsprechend verstärkt.

James Gillingham, Nate Doornekamp, Brandon Gay, Patrick Palzer und Detlef Musch sind Namen, die den Oldenburger Fans aus dem Vorjahr geläufig sind. Sechs US-Amerikaner sind dazugekommen. „Wir treffen auf eine Mannschaft mit viel Athletik und einigen Spielern, die von verschiedenen Positionen aus treffen können“, weiß Beck.

Aber das können die Baskets-Spieler schon lange. Zudem wollen die Oldenburger ihr großes Kämpferherz mit in den Reisebus nach Trier packen. In dieser Hinsicht ist besonders viel von Carl Krauser und D’Or Fischer zu erwarten. „Ich bin es gewohnt, meine Spiele zu gewinnen“, sagt der langjährige College-Spieler Krauser – gemessen an der Energieleistung gegen Bree in der Schlussphase sollte ihm sein Trainer Glauben schenken. Mit einem Auswärtssieg in Trier würde der notorische Restzweifler Beck sicher milde gestimmt.