OLDENBURG/TRIER - OLDENBURG/TRIER - Geschäftsleute machen ihre Inventur zum Jahreswechsel, Sportvereine bevorzugen den Saisonschluss im späten Frühjahr, aber die TBB Trier zählt bereits am zweiten März-Wochenende eingehend, und zwar ihr sportliches Personal. „Sechs oder sieben Mann stehen zur Verfügung“, erklärte Trainer Joe Welton gestern Nachmittag. Das hat zur Folge: Das Basketball-Bundesligaspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg am Sonnabend um 20 Uhr in der Arena Trier findet statt.

Brian Brown, Dwayne Archbold, Derek Vogel, Slobodan Ocokoljic, Detlef Musch, Patrick Palzer und Assistenztrainer Frank Baum heißen jene sieben Spieler, die dem Anpfiff nicht entgegen fiebern. Den Rest des Kaders hat die Grippe umgeworfen. Eine Anfrage an die Oldenburger, das Spiel zu verlegen, wurde abschlägig beschieden.

„Wir versprechen uns keinen Punktgewinn auf die billige Tour“, stellt Oldenburgs Manager Jens Brämer klar. „Aber durch unseren zerfledderten Spielplan haben wir keine Luft, im April Spiele nachzuholen.“ Außerdem gibt es grundsätzliche Erwägungen: „Wem sollen wir bei solchen Anfragen zusagen und wem nicht? So bleiben wir allen gegenüber korrekt und fair.“

An einen Trierer Bluff, der nur Unruhe zum Gegner tragen soll, glauben die Oldenburger nicht. „Die Trierer stecken definitiv in der Klemme, das wünschen wir in dieser Form keinem Gegner“, bekundet der Baskets-Manager. Die Oldenburger Spieler erwiesen sich als grippe-resistent. „Bei uns liegt nur das Personal aus dem Büro flach“, lacht Trainer Don Beck. „Unser Spielerkader hatte eine gute Impfung und eine Portion Glück.“

Bereits gestern Vormittag reisten die Oldenburger nach Trier. „Wir lassen uns nicht einlullen“, lautete der einhelloge Tenor im Kader. Aber da kämpfen auch die Trierer mit offenem Visier. „Auch mit einer Rumpfmannschaft werden wir den Oldenburgern die Punkte nicht einfach schenken“, gibt sich Whelton kämpferisch. Detlef Musch hat schon an die Zuschauer appelliert: „Macht uns richtig Dampf, wir brauchen euch!“

Don Beck baut darauf, dass seine Baskets ihren Rhythmus gefunden haben. Den brauchen sie auch für die nächsten vier Spiele. „Alles Schlüsselspiele“, sagen Trainer und Manager im Einklang. Die Baskets haben sich alle ihre Ausrutscher bereits geleistet: in Quakenbrück, in Bremen gegen Berlin und in Braunschweig haben sie nach starken Leistungen unerklärlich verloren.

Vier Spiele weiter müssen dann auch die Oldenburger zählen und messen: ihre Punkte und ihren Abstand zu den Playoff-Plätzen.