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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets Oldenburg verzichten auf europäischen Wettbewerb

20.07.2018

Oldenburg Enttäuschendes Ende für Oldenburg in der unsäglichen Posse um die europäischen Basketball-Wettbewerbe: Die EWE Baskets ziehen die Reißleine und bleiben in der kommenden Saison dem internationalen Parkett fern. Das teilte der Basketball-Bundesligist am Donnerstag überraschend mit.

„Wir bedauern es zutiefst, dass wir unseren Fans in der nächsten Spielzeit keine internationalen Spiele bieten können“, erklärt Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller. Eigentlich habe man sich für den Europe Cup anmelden wollen, doch nach erneuter Abwägung habe man sich „kurzfristig gegen eine Teilnahme“ entschieden.

Diesem Beschluss ging jedoch ein ziemliches Hickhack voraus. Die Protagonisten: Liga-Rivale Brose Bamberg sowie die von den beiden Organisationen Fiba und Euroleague ausgetragenen europäischen Wettbewerbe.

Geplant war, wie in den vergangenen Jahren, ein Start in der Basketball-Champions-League (BCL), dem höchsten europäischen Wettbewerb des Weltverbandes Fiba. Dem machten die Bamberger einen Strich durch die Rechnung. Die Franken, die als Serienmeister der letzten Jahre stets im höchstklassigen europäischen Wettbewerb Euroleague gestartet waren, mussten hier den Platz für den aktuellen Meister Bayern München räumen. Sie hätten dann im Eurocup, dem zweitklassigen von der Euroleague organisierten Wettbewerb, starten können.

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Stattdessen wechselte Bamberg den Verband, schloss mit der BCL einen Fünfjahresvertrag ab – und verdrängte so die Baskets. Denn da die Oldenburger in der Hauptrunde der Bundesliga nur Siebter geworden waren, gingen die vier Plätze deutscher Clubs neben Bamberg (4.) an die Riesen Ludwigsburg (3.), die Baskets Bonn (5.) und Medi Bayreuth (6.). Auch die Hoffnung auf eine Wildcard war vergebens.

Den plötzlichen Wechsel der Bamberger kritisierte Schüller scharf: „Es kann nicht sein, dass jeder Club aus der BBL seine singulären Interessen vertritt und von heute auf morgen in einen anderen Wettbewerb wechselt. Das hat mit Fairplay nichts zu tun und ist eine Sauerei.“

Da die Baskets von dieser Entwicklung erst spät erfuhren, blieb auch keine Zeit mehr, um sich ihrerseits für den von den Bambergern verschmähten Eurocup zu bewerben, in dem nun die Bundesligisten Alba Berlin (2.), Frankfurt Skyliners (8.) und RP Ulm (10.) starten.

Den Baskets blieb so nur die Alternative, am unattraktivsten der vier europäischen Wettbewerbe, dem von er Fiba organisierten Europe Cup, teilzunehmen. Davon sieht der Club nach einem letzten internen Meeting allerdings nun ab. „Gewissen Restzweifel“ habe man ohnehin zu keinem Zeitpunkt ausräumen können. „Wir müssen beispielsweise davon ausgehen, dass wir bei einer Teilnahme 100 000 Euro Verlust gemacht hätten“, betonte Schüller.

Ein Treffen „zur finalen Abwägung des Für und Wider“ sei deshalb mit einem anderen Ergebnis geendet: „In Anbetracht der Umstände volle Konzentration auf die BBL-Saison.“

An den Abenden unter der Woche, an denen die BCL- oder Europe-Cup-Spiele sonst stattgefunden hätten, können sich die Baskets-Fans nun etwas anderes vornehmen.

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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