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Basketballer Per Günther Ulmer Ikone steht vor Meilenstein gegen Oldenburg

Oldenburg/Ulm - Könnten die Fans vom Basketball-Bundesligisten RP Ulm darüber abstimmen, dann würde es mit Sicherheit schon eine Per-Günther-Straße geben. Denn das, was Rickey Paulding für die EWE Baskets Oldenburg ist, das ist Per Günther in Ulm – eine Vereinslegende und Identifikationsfigur mit Kultstatus. An diesem Samstag (18 Uhr) kann der 1,84 Meter große Aufbauspieler gegen die Baskets vor heimischer Kulisse weiter an seinem sportlichen Vermächtnis arbeiten.

Debüt 2008 in Bamberg

Am 24. September 2008 bestritt der damals 20-jährige Günther sein erstes Pflichtspiel in der Bundesliga und führte Ulm zu einem knappen 66:64-Sieg in Bamberg. Dabei war der heute 31-Jährige eigentlich gar nicht für die Startformation vorgesehen. Doch durch die Verletzung des etatmäßigen Spielmachers Dru Joyce wurde der junge Günther vom damaligen Trainer Mike Taylor (seit 2018 Hamburg Towers) ins kalte Wasser geworfen.

Und nun, mehr als zehn Jahre später, trägt der gebürtige Gießener immer noch das orangefarbene Trikot, das in Auswärtsspielen ein schwarzes ist. In dieser Zeit stand er gemeinsam mit Trainer Thorsten Leibenath zweimal im Playoff-Finale – scheiterte aber beide Male an Bamberg. Zweimal stand er zudem im Pokalfinale und unterlag jedoch jeweils Berlin.

Obwohl Günther in seiner Karriere noch keinen Titel gewann, ein Wechsel kam für den 65-fachen deutschen Nationalspieler zu keinem Zeitpunkt in Frage. „Entweder ich hole den Titel in orange – oder nie“, sagte Günther einmal. Seinen Kontrakt in Ulm hat er erst kürzlich um ein weiteres Jahr verlängert. Gerade diese Treue schätzen die Fans an ihm. Sein Coach hebt aber auch seine Fähigkeiten auf dem Parkett heraus. „Als Basketballer schätze ich an ihm sein Spielverständnis. Da gibt es wenige Spieler, die ihm das Wasser reichen können. Er weiß ganz genau, wann er welche seiner Qualitäten einsetzen muss“, sagt Leibenath.

In der laufenden Spielzeit kommt Günther von der Bank. Seinen Platz in der Startformation hat er an Patrick Miller verloren. Im Schnitt steht der 31-Jährige 14 Minuten auf dem Feld. Mit seiner neuen Rolle im Team musste sich Günther jedoch erst einmal anfreunden, wie er der „Südwest Presse“ verriet. „Zum letzten Mal hatte ich mit 20 Jahren so eine Rolle. Da musste ich mich erst einmal mental darauf einlassen und dann tatsächlich wieder lernen, gleich zu funktionieren“, erklärte er.

Meilenstein im Visier

Nach dem holprigen Saisonstart haben die Ulmer zurück in die Spur gefunden und stehen als Sechster aktuell auf einem Playoff-Platz. Im Hinspiel unterlagen die Ulmer den Baskets in Oldenburg nach zweiter Verlängerung mit 99:103. Günther stand 16 Minuten auf dem Parkett und traf einen Dreier. Wenn der 31-Jährige nun am Samstag die Oldenburger um Trainer Mladen Drijencic in Ulm empfängt, dann könnte es für ihn ein ganz besonderes Spiel werden. Gegen die Baskets würde er sein 400. Erstliga-Pflichtspiel bestreiten – zuhause vor seinen eigenen Fans und in seinem orangefarbenen Trikot.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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