Oldenburg/Vechta - Die EWE Baskets Oldenburg sind erfolgreich in den Alltag der Basketball-Bundesliga zurückgekehrt. Zwei Wochen nach dem euphorischen bejubelten Sieg über den FC Bayern taten sich die Oldenburger am Sonntagnachmittag bei Science City Jena aber sehr schwer und zitterten sich zu einem 83:80 (46:34)-Erfolg. Will Cummings (22 Punkte) und Rickey Paulding (20) erzielten die meisten Punkte für den Tabellenzweiten, der nach einem konzentrierten Beginn am Ende nur haarscharf an einer Verlängerung vorbeischrammte, als mit der letzten Aktion der Partie ein Dreier von Jenas Altstar Julius Jenkins auf dem Ring landete. Jenkins zeigte gegen seinen früheren Club eine überragende Leistung und war mit 26 Zählern erfolgreichster Werfer der Jenaer, die nicht einmal 48 Stunden nach ihrer Niederlage bei Medi Bayreuth am Freitagabend eine starke kämpferische Leistung boten. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) treten die Oldenburger zum Spitzenspiel bei Alba Berlin an, für Jena steht am Samstag (20.30 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven ein ganz wichtiges Spiel im Abstiegskampf auf dem Programm.

Grund zum Jubeln gab es auch für das Rasta Vechta. Die Sensations-Mannschaft musste bei der BG Göttingen ebenfalls nach überlegen geführter erster Halbzeit noch kräftig um den Sieg zittern, gewann aber letztlich mit 82:79 (50:39) und brachte sich somit für den Hit gegen Spitzenreiter Bayern München am nächsten Sonntag (15 Uhr) im Rasta-Dome in Stimmung. In Göttingen erzielte Austin Hollins die meisten Punkte (20) für den Aufsteiger aus Vechta, der in der Tabelle auf Platz drei liegt.

Für die Eisbären Bremerhaven war derweil beim Tabellenführer Bayern München erwartungsgemäß nichts zu holen. Der Tabellenletzte kassierte beim 80:91 (37:55) die 16. Niederlage in Folge, zog sich aber im ersten Spiel nach dem erneuten Trainerwechsel achtbar aus der Affäre. Nach dem 75:108-Debakel in Bonn am vergangenen Mittwoch hatte der erfolglose Dan Panaggio seinen Trainerstuhl geräumt, für ihn rückte der bisherige Assistenztrainer Michael Mai zum Chefcoach auf. In München lagen die Eisbären nach fünf Minuten bereits mit 2:18 zurück. Anders als zuletzt fielen die Bremerhavener aber nicht in ihre Einzelteile, sondern wehrten sich nach Kräften gegen den haushohen Favoriten. Zwei Minuten vor Schluss kam das Team von Neu-Trainer Mai sogar bis auf zehn Zähler heran (78:88), gefährlich wurde es für die Bayern aber nicht. Bester Eisbären-Werfer war Elston Turner mit 19 Punkten, für den Meister aus München avancierte Petteri Koponen zum Topscorer (15).