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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Trotz regionaler Nähe viele Unterschiede

17.11.2018

Oldenburg /Vechta Nur 64 Kilometer sind es von Rasta Vechtas Spielstätte, dem Rasta-Dome, zur großen EWE-Arena in Oldenburg, wo an diesem Samstag um 18 Uhr das Nordwest-Derby der Basketball-Bundesliga stattfindet. Auch in der Tabelle liegen die Baskets (Platz fünf) und Rasta (sieben) derzeit dicht beieinander. Der NWZ-Vergleich zeigt, dass dennoch einige Unterschiede zwischen den Nachbarn bestehen.

Die Clubs

Oldenburg: Alles begann 1954 mit der Einrichtung einer Basketball-Abteilung im Oldenburger TB. Der OTB zählte 1966 zu den zwanzig Gründungsmitgliedern der Bundesliga und hielt sich dort bis zum Abstieg 1971. Nach zwei einjährigen Gastspielen in Liga eins (1985 und 1988) stiegen die Oldenburger 2000 erneut ins Oberhaus auf. Zwei Jahre zuvor war die Ausgliederung in die Baskets Oldenburg GmbH & Co. KG erfolgt, mit dem Einstieg des Energieversorgers EWE als Haupt- und Namenssponsor schritt die Professionalisierung weiter voran. 2001 in EWE Baskets Oldenburg umbenannt, entwickelte sich unter der Führung von Unternehmer Hermann Schüller (Semco-Glas) ein Spitzenteam der Bundesliga. Deutsche Meisterschaft 2009, Pokalsieg 2015 sowie die Vizemeisterschaften 2013 und 2017 sind die größten Erfolge der Baskets, die mit einem Etat von rund 7,5 Millionen Euro auch wirtschaftlich zum oberen Drittel der Liga zählen.
Vechta: Mitglieder einer Basketball-AG des Gymnasiums Antonianum gründeten 1979 den Verein SC Rasta Vechta. Bei der Namensfindung lief das Lied „Rastaman Vibration“ von Bob Marley im Radio – so entstand der ungewöhnliche Name „Rasta“. Nach vielen Jahren im Amateurbereich, der Gewinn des Niedersächsischen Pokals 2007 war bis dahin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, begann 2012 der rasante Aufstieg: Rasta marschierte von der dritten in die erste Liga durch und entfachte so in der 31 000-Einwohner-Stadt (Oldenburg: 165 711) eine nie da gewesene Basketball-Begeisterung. Dieser konnten auch die beiden Bundesliga-Abstiege 2013 und 2017 nichts anhaben. In dieser Saison unternimmt der Club – die ausgegliederte Profiabteilung trägt den Namen Rasta Sport-Marketing GmbH – den dritten Anlauf, um sich in der Beletage des deutschen Basketballs zu etablieren. Rastas Budget liegt bei knapp drei Millionen Euro, Hauptsponsor ist der Tierfutterhersteller Miavit. Rasta-Boss Stefan Niemeyer ist Geschäftsführer der Firma.

Die Mannschaften

Oldenburg: Wer an die Baskets denkt, kommt an Rickey Paulding nicht vorbei. Der 36-Jährige läuft seit elf Jahren ununterbrochen für Oldenburg auf und besitzt längst Legenden-Status. Weitere Stars sind Aufbauspieler Will Cummings und Center Rasid Mahalbasic. Nicht nur wegen Paulding (450 Bundesliga-Einsätze) steckt in der Oldenburger Mannschaft viel Erfahrung: Philipp Schwethelm bringt es auf 421, Karsten Tadda auf 412 Partien in der BBL.
Vechta: Bei Rasta absolviert der Großteil des Teams seine erste Bundesliga-Saison. Erfahrenster Spieler ist Josh Young mit 102 BBL-Einsätzen, der Kapitän fällt für das Derby allerdings wegen einer Fußverletzung aus. Der zuletzt viermal in Folge siegreiche Aufsteiger lebt von seiner Kompaktheit und Einzelkönnern wie Austin Hollins und Thomas Joseph Bray, die jederzeit heißlaufen können.

Die Trainer

Oldenburg: 1994 floh Mladen Drijencic mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg in Bosnien, seit drei Jahren lebt er bei den Baskets seinen Traum als Basketball-Trainer in der Bundesliga. Der 53-jährige Deutsch-Kroate pflegt ein inniges Verhältnis zu seinen Spielern, kann aber auch ungemütlich werden, wenn gegen seine Prinzipien verstoßen wird. An der Seitenlinie stets unter Vollspannung.
Vechta: Pedro Calles ist mit 35 Jahren der jüngste Trainer der Bundesliga, tritt aber sehr selbstbewusst und souverän auf. Der Spanier war in Vechta im Sommer vom Assistenten zum Chefcoach befördert worden. Wie beliebt Calles bei den Rasta-Spielern ist, zeigte sich nach dem sensationellen Sieg über Berlin, als ihn die Profis in ihre Mitte nahmen und wild um ihn herumtanzten.

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Baskets-Trainer): „Ein Lokalderby hat immer seine eigenen Gesetze und ist vor dem Spiel schwer zu prognostizieren. Wir wollen unseren Basketball spielen, den Ball gut bewegen, gut in der Offensive und Defensive kommunizieren und als Mannschaft agieren. Ich hoffe, dass unsere Fans mit ihrer Stimmung und vielen gelben Shirts für die richtige Energie in der Arena sorgen.“ Pedro Calles (Rasta-Trainer): „Oldenburg hat sehr gute Spieler, man darf sich nicht nur auf Paulding konzentrieren. Wir müssen diesen Top-Leuten als Team entgegentreten.“

Philipp Herkenhoff (Rasta-Spieler): „Wir müssen in Oldenburg wieder von Beginn an alles geben. Gelingt uns das, können wir auch dort einen Sieg holen.“

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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