Ilshofen/Oldenburg - Nach dem etwas holprigen Saisonstart der EWE Baskets Oldenburg wies Trainer Mladen Drijencic darauf hin, dass bei seiner Mannschaft noch nicht alle Puzzleteile zusammenpassen. Rund einen Monat später nähert sich das Bild des Basketball-Bundesligisten der Vollständigkeit. Am Sonnabend feierte der Pokalsieger beim souveränen 90:66 (53:42)-Erfolg bei den Crailsheim Merlins wettbewerbsübergreifend den fünften Sieg in Folge.
Mit dem Kantersieg setzten sich die Oldenburger weiter im oberen Tabellendrittel der Bundesliga fest und können nun dem Spitzenspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Alba Berlin am kommenden Sonnabend (20.30 Uhr/große EWE-Arena) mit breiter Brust entgegensehen. Zuvor wartet jedoch noch der innerdeutsche Vergleich im Eurocup gegen den Erzrivalen aus Bonn an diesem Mittwoch (20 Uhr/kleine EWE-Arena).
Vor 2411 Zuschauern in der Arena Hoheluft in Ilshofen, dem Heimspielort der Crailsheimer, boten die Oldenburger eine reife Vorstellung und feierten am Ende den höchsten Saisonerfolg. Einen besonders guten Tag hatte dabei Brian Qvale erwischt. Der Center avancierte mit 20 Punkten zum besten Werfer seiner Mannschaft und sammelte überdies noch zwölf Rebounds ein.
Damit entschied Qvale das Duell mit seinem Vorgänger auf der Center-Position in Oldenburg für sich. Adam Chubb, von 2011 bis 2015 für die Baskets unter den Körben aktiv, zeigte mit zehn Punkten und neun Rebounds aber ebenfalls eine ordentliche Leistung. Konrad Wysocki, der zweite ehemalige Oldenburger im Aufgebot der Merlins, erzielte sechs Zähler.
Die Gastgeber, die seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg warten, konnten am Sonnabend nur im ersten Viertel mithalten. In diesem lieferten sich beide Mannschaften einen offensiven Schlagabtausch, bei dem der Ball auf beiden Seiten reihenweise durch die Reuse flog. 30:27 hieß es nach zehn Minuten für die Oldenburger, die wie schon beim Auswärtssieg im Eurocup in Ljubljana am vergangenen Mittwoch auf den grippekranken Chris Kramer verzichten mussten.
Mit Beginn des zweiten Viertels legten die Baskets auch in ihrer Defensivarbeit zu und setzten sich so immer mehr ab. Die selbstbewusst auftretenden Oldenburger ließen Ball und Gegner laufen und hatten die Partie spätestens zum Ende des dritten Abschnitts entschieden (74:54).
„Ich kann meiner Mannschaft nur ein Lob aussprechen. Es war nicht leicht für uns, hier zu spielen“, sagte Drijencic mit Blick auf die Reisestrapazen der vergangenen Woche.
In Ilshofen hatte Drijencic zunächst Klemen Prepelic und Dominic Lockhart mit dem Aufbauspiel betraut, wobei Prepelic auch als treffsicherer Distanzschütze in Erscheinung trat. Der Slowene verwandelte im ersten Viertel fünf Dreier. Der zu Saisonbeginn verletzte und zuletzt bereits im Eurocup eingesetzte Spielmacher Scott Machado feierte ein gelungenes Bundesliga-Debüt. Der 25-jährige US-Amerikaner stand 20 Minuten auf dem Parkett, erzielte elf Punkte und verteilte fünf Assists.
