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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Oldenburger setzen Siegeszug fort

14.03.2016

Würzburg /Oldenburg Bamberg? München? Berlin? Nein, die Mannschaft der Stunde in der Basketball-Bundesliga heißt EWE Baskets Oldenburg. Am Sonnabend feierten die Schützlinge von Trainer Mladen Drijencic ein 82:77 (42:41) bei den Baskets Würzburg und setzten damit ihren beeindruckenden Siegeszug fort. Der hart erkämpfte Erfolg beim starken Aufsteiger war bereits der siebte Ligasieg in Serie für die Oldenburger, die allerdings nur für eine Nacht den zweiten Platz in der Tabelle übernahmen. Am Sonntag gewann der FC Bayern mit 78:76 im Spitzenspiel gegen Frankfurt und zog so wieder an den punktgleichen Oldenburgern vorbei.

Vor 3140 Zuschauern in Würzburg lieferten sich beide Kontrahenten ein packendes Duell, in dem die Oldenburger einmal mehr mentale Stärke bewiesen und sich den Auswärtssieg durch eine starke Schlussphase verdienten. Zugleich revanchierten sich die Gäste für das 75:82 im Hinspiel, als sie gegen Würzburg die bisher einzige Heimniederlage dieser Saison einstecken mussten. Zum überragenden Oldenburger Akteur avancierte Center Brian Qvale, der 22 Punkte und elf Rebounds sammelte. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte auch Kapitän Rickey Paulding (14 Punkte), der gegen Ende des Spiels viele Würfe traf.

„Es war sehr schwierig, in dieser Atmosphäre zu spielen. Rickey hat uns mit seinen Punkten im Spiel gehalten“, sagte Qvale, der zuletzt wegen einer Rückenblessur pausieren musste. Ebenso wichtig wie Qvales Rückkehr erwies sich für die Oldenburger die Genesung von Nemanja Aleksandrov, der nach nach auskurierter Grippe mit vier verwandelten Dreiern für Gefahr aus der Distanz sorgte. So konnten die Gäste auch das Fehlen von Robin Smeulders verkraften, der in der Nacht zu Sonnabend Vater geworden war und in Oldenburg blieb.

„Wir wussten, dass Würzburg eine starke Heimmannschaft ist, deshalb bin ich stolz auf diesen Sieg“, meinte Drijencic, der die Gastgeber mit einem taktischen Kniff überraschte. Die Umstellung auf Zonenverteidigung in der Endphase erwies sich als Glücksgriff, Würzburg fand hierauf keine Antwort. Den Franken nutzte auch die bärenstarke Vorstellung ihres Spielmachers Dru Joyce nichts, der gegen seinen Ex-Club auf 20 Punkte und sechs Vorlagen kam. Der zweite frühere Oldenburger in Reihen der Würzburger, Maurice Stuckey, erzielte fünf Zähler.

Drijencic hatte diesmal Klemen Prepelic den Vorzug vor Scott Machado im Aufbau gegeben. Der Slowene initiierte im ersten Viertel viele schöne Angriffe, die die Gäste hochprozentig abschlossen. Acht Punkte betrug die Führung nach zehn Minuten (29:21), doch dann kämpften sich die Würzburger zurück.

Vor allem beim Offensiv-Rebound hatten die aggressiven Hausherren Vorteile, zudem glänzte Jocye als Ideengeber und Schütze. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die beim Stand von 58:58 ins entscheidende vierte Viertel ging.


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