QUAKENBRüCK - QUAKENBRÜCK/DPA/SID/HRS - Die Eisbären Bremerhaven haben ihre Tour durch den Nordwesten erfolgreich beendet. Nach dem 72:66-Sieg im Pokal-Viertelfinale am vergangenen Mittwoch bei den EWE Baskets Oldenburg gewann der Basketball-Bundesligist am Sonnabend auch sein Ligaspiel bei den Artland Dragons in Quakenbrück knapp mit 59:57. Die 3000 Zuschauer in der ausverkauften Artland-Arena sahen eine extrem ausgeglichene Partie, zur Halbzeit hatte es 34:34 gestanden. Eine knappe Minute vor Schluss verwandelte Bremerhavens John Bynum zwei Freiwürfe zur 59:57-Führung seiner Mannschaft. In den verbleibenden Sekunden vergaben die Quakenbrücker mehrere Würfe. In einer Partie mit vielen Fehlversuchen kamen lediglich zwei Spieler auf zweistellige Punktezahlen: Bei den Eisbären war Judson Wallace mit zwölf Zählern erfolgreichster Schütze, bei den Gastgebern kam Darius Hall auf zehn Punkte.

Alba Berlin konnte sich auf dem Weg zum achten deutschen Meistertitel sogar sportliche Magerkost leisten. Der Tabellenführer kam bei den sportlich und finanziell angeschlagenen Baskets Nürnberg erst in der Schlussminute zum hauchdünnen 80:79. „Wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert, doch viele unsinnige und leichte Fehler gemacht“, sagte Alba-Trainer Henrik Rödl. Ohne Aufbauspieler Julius Jenkins (Halswirbelstauchung) und Kapitän William Avery (Knieprobleme) leisteten sich die „Albatrosse“ ungewohnte Schwächephasen und bekamen den Kampfgeist des Gegners zu spüren. „Respekt vor Nürnberg. Die Mannschaft hat sich großartig reingehängt“, so Rödl.

Die Berliner bauten ihren Vorsprung als Spitzenreiter auf Verfolger EnBW Ludwigsburg (40:14) trotzdem auf vier Punkte aus. Die Schwaben verloren das Verfolgerduell knapp mit 66:70 beim Meister Rhein-Energie Köln, der mit 38:16 Punkten auf Augenhöhe mit dem Rang-Dritten Baskets Bamberg blieb. Die Franken setzten sich beim Neuling Paderborn Baskets 84:74 durch.