Tel Aviv/Oldenburg - Ein tapfer kämpfender Dennis Schröder hat die deutschen Basketballer trotz eines Handicaps erstmals seit 2007 in die K.o.-Phase einer EM geführt. Der NBA-Star ließ sich beim 61:55 (29:29) gegen Angstgegner Italien auch von einer Handblessur nicht ausbremsen. Die Korbjäger des Deutschen Basketball Bundes (DBB) haben das Ticket für das Achtelfinale in Istanbul am Samstag gelöst. Der Gegner steht noch nicht fest.
„Wahrscheinlich hat die Pizza-Vorbereitung gestern Abend geholfen. Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, wir sind sicher durch“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss: „Jetzt haben wir noch das Endspiel in der Gruppe gegen Litauen, wir schauen mal, wie wir das hinkriegen.“ Bundestrainer Chris Fleming lobte Schröder für dessen starken Einsatz in der Schlussphase: „Jetzt hat er ein paar Stunden, um sich zu regenerieren.“
Vor 2250 Zuschauern in Tel Aviv/Israel zeigten Schröder und Co. von Beginn an ein starkes Teamwork in der Defensive. Der Spielmacher von den Atlanta Hawks, der seine Blessur im Israel-Spiel erlitten hatte, ging in der Offensive mit 17 Punkten voran. Auch Johannes Voigtmann (12 Punkte) konnte beim dritten Sieg im vierten Spiel bei dem Turnier überzeugen. Karsten Tadda, in diesem Sommer von den EWE Baskets Oldenburg verpflichtet, stand 23:55 Minuten lang auf dem Feld und erzielte sechs Punkte.
Im abschließenden Vorrundenduell mit Litauen an diesem Mittwoch (13.45 Uhr/telekomsport.de) kann sich die deutsche Nationalmannschaft die bestmögliche Ausgangslage für die Finalrunde in der Türkei sichern. Der Sieger der deutschen Gruppe B trifft im Achtelfinale auf den Vierten der Gruppe A. Der Gruppenzweite spielt gegen den Dritten der Gruppe A.
