Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die nervenaufreibende Partie gegen Kasiryaka Izmir war noch keine Stunde her, da machten sich die EWE Baskets Oldenburg schon wieder auf den Weg zurück ins Mannschaftshotel im zehn Autominuten entfernten Stadtteil Cigli. Bei einem (ziemlich) späten Abendessen, es war gegen 23 Uhr, füllten die Basketball-Profis ihre Energievorräte auf und diskutierten dabei noch einmal die entscheidenden Szenen des Halbfinals – anschließend schlichen Rickey Paulding und Co. müde auf ihre Zimmer. Wunden lecken und neuen Mut fassen für das Spiel um Platz drei an diesem Sonntag (15.30 Uhr deutscher Zeit) gegen BCM Gravelines lautete die Devise.

Für Trainer Sebastian Machowski sowie seine Assistenten Philipp Köchling und Ralph Held war an Feierabend indes noch längst nicht zu denken: Während die Spieler schliefen, setzten sich die Übungsleiter zusammen und begannen mit der Vorbereitung auf Gravelines.

Die knappe 78:81-Niederlage der Franzosen gegen Samara am frühen Freitagabend sahen Machowski, Köchling und Held aus nächster Nähe. Die Trainer hatten das Hotel bereits vor der Mannschaft verlassen, um pünktlich zum ersten Halbfinale in der Halle zu sein. Was sie dort sahen, dürfte sie nicht wirklich überrascht haben: Gravelines ist nicht umsonst Tabellenführer in Frankreich und besitzt in Dwight Buycks einen herausragenden Könner, der gegen Samara 21 Punkte erzielte.

Dennoch sei es wichtig, sich selbst ein Bild zu machen, betonte Machowski noch vor der Nachtschicht. Denn: „DVD-Sequenzen sind das eine, der persönliche Eindruck das andere.“ Für ihn und Köchling ist das alles aber nicht neu: Mit den Phantoms Braunschweig nahmen sie bereits zweimal an einer nationalen Pokalendrunde teil – und die wird ebenfalls einem Wochenende ausgetragen.