TRIER - Eine eklatante Auswärtsschwäche könnte die EWE Baskets Oldenburg in dieser Saison um die Teilnahme an den Playoffs bringen. Am Sonnabend verlor der Basketball-Bundesligist mit 73:82 nach Verlängerung (69:69, 37:38) bei TBB Trier und kassierte dabei im 13. Spiel in fremder Halle die neunte Niederlage. Mit nunmehr 24:24 Punkten liegt das Team von Trainer Predrag Krunic auf Platz zehn. Auswärtssiege waren den Oldenburgern in dieser Spielzeit bislang nur in Frankfurt, Göttingen, Bremerhaven und Hagen gelungen.
Die Partie beim Tabellen-14. Trier war 40 Minuten lang extrem umkämpft, am Ende der regulären Spielzeit stand es 69:69. Erst in der Verlängerung konnte sich ein Team deutliche Vorteile erspielen. Das waren aus Sicht der Oldenburger aber leider die Trierer, die die fünf Extraminuten für sich betrachtet mit 13:4 für sich entschieden.
„Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Baskets-Trainer Predrag Krunic. „Nur spielerisch hat das Zusammenspiel nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Trier hat eine tolle Leistung gezeigt und nach Verlängerung verdient gewonnen.“
Bester Werfer der Baskets war Kapitän Rickey Paulding, der 19 Punkte erzielte. Der 29-jährige Amerikaner stand nahezu den gesamten Abend (43:29 Minuten Spielzeit) auf dem Feld, seine vier Kollegen aus der Startformation Bobby Brown (42:36), Adam Chubb (33:21), Ronald Burrell (39:29) und Kenny Hasbrouck (31:48) kamen ebenfalls auf reichlich Einsatzzeit.
Genau diese Taktik war für Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller möglicherweise ein Grund für die Niederlage. „Wenn man den Spielern der Startformation nicht genügend Zeit zur Erholung gibt, sind sie eben irgendwann platt. Und das hat man in der Verlängerung gesehen.“
Schüller hofft, dass sich das Team nach der 71:76-Niederlage in Leiden und dem damit verbundenen Aus im Europapokal sowie der knappen Pleite in Trier nun wieder schnell fängt: „Wir wollen unbedingt in die Playoffs, und ich bin zuversichtlich, dass das auch klappt. Auf dem Weg dorthin haben wir nun aber sehr schwere Heimspiele vor uns.“
An diesem Dienstag (20 Uhr, EWE-Arena) ist zunächst der Tabellensiebte Eisbären Bremerhaven in Oldenburg zu Gast. In der nächsten Woche stellen sich dann die ganz großen Namen des deutschen Basketballs in der Arena vor: Am Mittwoch, 14. März (20 Uhr), kommt der Tabellenführer Baskets Bamberg, am Sonnabend, 17. März (20 Uhr), geht es gegen Alba Berlin. Vor diesen beiden Aufgaben treten die Baskets am Sonnabend, 10. März (19 Uhr), noch bei den Baskets Würzburg an.
Erst gegen Bremerhaven wird wohl Jay-R Strowbridge sein Debüt für die Baskets geben. In Trier verzichtete Krunic noch auf den am vergangenen Dienstag verpflichteten Aufbauspieler aus den USA, so dass alle übrigen sieben Ausländer im Oldenburger Kader hätten spielen dürfen. Sead Sehovic wurde von Krunic am Sonnabend aber dennoch nicht eingesetzt.
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