Utena/Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben in der Gruppenphase der Basketball-Champions-League den zweiten Platz weiter im Blick. Trotz erheblicher Personalprobleme setzte sich die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic am Dienstagabend im vorletzten Vorrundenspiel mit 77:73 (39:31) beim litauischen Vertreter Juventus Utena durch und feierte damit den achten Sieg.
Um als Tabellenzweiter ins Achtelfinale einzuziehen und dort im Rückspiel Heimrecht zu genießen, müssen die Oldenburger aber noch auf Ausrutscher von Karsiyaka Izmir und UCAM Murcia hoffen. Zum Abschluss der Gruppenphase empfangen die Baskets am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr/große EWE-Arena) Hapoel Holon aus Israel.
In Utena, Tabellenletzter in der Gruppe A, war Rickey Paulding mit 27 Punkten bester Werfer der Oldenburger, die den Sieg unter erschwerten Bedingungen einfuhren. Neben dem seit Wochen verletzt fehlenden Maxime De Zeeuw fiel auch Center-Star Rasid Mahalbasic aus. Der Österreicher war wegen einer im vergangenen Ligaspiel in Gießen erlittenen Blessur in Oldenburg geblieben – vermutlich wollte Drijencic mit Blick auf das wichtige Bundesligaheimspiel an diesem Samstag gegen Bonn (20.30 Uhr) kein Risiko bei seinem Leistungsträger eingehen.
Durch den Ausfall von Mahalbasic rückte Isaiah Philmore in die Startformation. Der 28-Jährige kam am Ende auf ordentliche acht Punkte und sieben Rebounds, machte jedoch zu Beginn eine unglückliche Figur: Zur Halbzeitpause hatte der Deutsch-Amerikaner noch keinen Zähler, dafür aber schon drei Fouls auf dem Konto. Weil Philmore kurz nach Wiederbeginn bereits das vierte Foul kassierte und auch Marko Bacak früh in Foulprobleme geraten war, agierten die Baskets zeitweise notgedrungen ohne Center.
In Anbetracht der verwaisten Zone probierten es die Gäste immer wieder aus der Distanz, satte 39 Mal zielten Paulding und Co. aus dem Dreipunktebereich auf den Korb. Obwohl die Dreierquote von 28 Prozent nicht sonderlich berauschend ausfiel, reichte es am Ende zum knappen Sieg.
„Ich bin sehr glücklich und sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Drijencic: „Dass wir das Reboundduell trotz der Probleme auf den großen Positionen nur knapp mit 38 zu 45 verloren haben, zeigt, wie hart mein Team heute gearbeitet hat.“
Nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit verschliefen die Baskets den Start ins dritte Viertel und mussten den Ausgleich hinnehmen (43:43/23. Minute). Danach blieb es bis zum Schluss eng – ein Dreier von Philipp Schwethelm und zwei verwandelte Freiwürfe von Paulding sorgten kurz vor dem Ende für den Auswärtserfolg.
Neben Paulding überzeugten beim deutschen Vizemeister auch Armani Moore (15 Punkte/7 Rebounds/6 Steals) sowie Mickey McConnell (11 Punkte/9 Assists).
