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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets gewinnen griffiges Derby

07.10.2019

Vechta Schweiß, Blut und ganz viel Emotionen: Alles was dieses hart umkämpfte Derby am Samstagabend zwischen den EWE Baskets Oldenburg und Rasta Vechta im Rasta-Dome ausmachte, versinnbildlichte die Szene 8,8 Sekunden vor Schluss.

Oldenburgs Rasid Mahalbasic stieg zum Rebound hoch, verwandelte diesen, bekam dabei aber aus dem Gewühl heraus den Arm seines Gegenspielers Kamari Murphy unabsichtlich an die Lippe und sank zu Boden. Die Folge: eine blutenden Wunde – und ein aufgebrachter Mahal-basic. Kurze Zeit später war der Schmerz aber schon vergessen und die Freude beim Baskets-Center überwog. Denn der Österreicher gewann mit seinen Baskets das spannende und intensive Nachbarschaftsduell in der Basketball-Bundesliga gegen Vechta mit 73:68 (37:40). Für die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic war es der zweite Sieg in der BBL, Rasta kassierte derweil die dritte Pleite in der noch jungen Saison.

„Es war ein hartes Stück arbeit. Es war ein richtiger Kampf, ein richtiges Derby“, sagte Oldenburgs Robin Amaize: „Am Ende haben wir unsere Würfe getroffen und standen gut in der Defensive. Ich denke, wir haben das Spiel letztlich verdient gewonnen.“

In einer bis zur Schlusssirene engen Partie machte vor 3140 Zuschauern im ausverkauften Rasta-Dome, darunter über 300 Baskets-Fans, vor allem einer den Unterschied: Oldenburgs Rickey Paulding. Der 36-jährige Altmeister avancierte besonders in den letzten Minuten zum entscheidenden Spieler und riss die Begegnung an sich. „Rickey als Kapitän und erfahrener Mann, der schon viele Lokalderbys erlebt hat, hat seine Mannschaft sehr gut geführt und sehr gut gespielt und ist vorangegangen“, lobte Baskets-Trainer Drijencic den US-Amerikaner. Paulding war mit 20 Zählern der beste Werfer seiner Mannschaft und zeigte sich besonders von der Freiwurflinie eiskalt (6/6).

Dazu schrieb der Kapitän Geschichte: Mit nun 6594 Punkten kletterte Paulding auf den zweiten Platz der erfolgreichsten Werfer der BBL (seit der Saison 1975/76), überholte Jarvis Walker (RP Ulm/6582) und ist damit der beste ausländische Korbjäger der BBL-Geschichte. Auf Platz eins liegt unangefochten Michael Jackel (10 789). Neben dem 36-Jährigen behielten auch Braydon Hobbs (15 Punkte) und Mahalbasic (11) in der Schlussphase die Ruhe.

Vom Start weg war aber zunächst Rasta das spielbestimmende Team. Die Vechtaer zeigten sofort, dass sie die beiden Niederlagen zu Saisonbeginn gegen Ulm (62:84) und Berlin (78:101) vergessen machen wollten. Das Team von Pedro Calles, der vor dem Spiel seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert hatte, spielte wie gewohnt physisch und aggressiv in der Defensive und schnell in der Offensive. So führte Rasta folgerichtig zunächst mit 9:7 (4. Minute) und baute den Vorsprung sogar noch aus (14:10/5.). Doch die Baskets kamen zurück und übernahmen zum Viertelende die Führung (20:16).

Im zweiten Viertel wechselten die Führungen ein ums andere mal und Vechta ging mit einem knappen Vorsprung in die Kabine (40:37). „Vor der Partie habe ich meinen Spielern gesagt, dass sie heute Konstanz in zweierlei Hinsicht brauchen: Wir wollten über 40 Minuten sowohl physisch als auch psychisch voll da sein. Da wir das über die meiste Zeit auch geschafft haben, bin ich damit erst einmal zufrieden“, sagte Calles: „Aber letztendlich haben uns in der Offensive ein paar Dinge gefehlt. Außerdem haben Hobbs, Mahalbasic und Paulding in der entscheidenden Phase abgeliefert.“

Nachdem beide Teams sich nach dem Seitenwechsel endgültig auf Augenhöhe begegneten und sich weder die Oldenburger noch die Vechtaer in einer Defensivschlacht einen klaren Vorteil herausspielen konnten (53:53/30.), wurde das Spiel letztlich auf der Zielgeraden entschieden – auch weil die Baskets ihre Erfahrung in die Waagschale warfen und Rasta das Wurfglück fehlte.

„Besser werden müssen wir sicher in Sachen Rebounding und wie wir besser umschalten. Jetzt haben wir zum Glück mal wieder eine ganze Woche, um im Training zu arbeiten, besser zu werden und uns auf das Spiel in Göttingen vorzubereiten“, sagte der Rasta-Coach vor dem Spiel bei der BG Göttingen an diesem Sonntag (15 Uhr). Dieses Glück hat Drijencic nicht. Die Baskets sind an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) im Eurocup bei Galatasaray Istanbul gefordert und wollen auf internationaler Ebene den ersten Erfolg der Saison einfahren.

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