Vechta/Oldenburg - Rasta Vechta hat den Durchmarsch in die Basketball-Bundesliga perfekt gemacht. Am Sonntag gewann das Zweitliga-Team von Trainer Pat Elzie das fünfte und entscheidende Playoff-Halbfinalspiel gegen die BG Karlsruhe mit 86:74 (53:43) und zog durch den 3:2-Erfolg ins Finale ein. Die Endspielteilnahme berechtigt zum Aufstieg in die Bundesliga.

Nach dem Aufstieg des 1979 gegründeten Rasta-Teams spielen 2013/14 in den EWE Baskets Oldenburg, Artland Dragons Quakenbrück, Eisbären Bremerhaven, Phantoms Braunschweig sowie Vechta fünf Nordclubs in der höchsten Liga.

Im ausverkauften Rasta-Dome feierten 2000 Zuschauer den Aufstieg. Dieser erscheint wie ein Basketball-Märchen: Erst 2012 war die Mannschaft aus der drittklassigen Pro B in die 2. Liga (Pro A) aufgestiegen. Zu Beginn dieser Spielzeit hatte der Spielplan noch leicht verändert werden müssen, da der neue, zweitligataugliche Rasta-Dome nicht rechtzeitig zu Saisonbeginn fertig geworden war. Die Halle muss nun bereits nach einem Jahr erweitert werden, da der Ligaverband BBL für die Bundesliga eine Arena für mindestens 3000 Zuschauer vorschreibt. Rasta wird dieser Vorgabe im Sommer durch einen Ausbau nachkommen.

Vechtas bester Werfer Corey Hassan hatte mit 24 Punkten großen Anteil am ersten Heimsieg in dem kuriosen Duell mit Karlsruhe. Zuvor hatten beide Mannschaften jeweils zwei Partien in der eigenen Halle verloren.

Während Vechta die Erstliga-Lizenz bereits erteilt wurde, ist der Aufstieg des zweiten Finalisten Giants Düsseldorf noch offen. Die BBL hatte den Antrag der Rheinländer zurückgewiesen, wogegen diese aber Rechtsmittel einlegten. Der Verband wird in den kommenden zwei Wochen darüber befinden.

Das Finale (darin geht es lediglich um den Titel des Zweitliga-Meisters) wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die erste Partie findet am Freitag, 3. Mai, in Düsseldorf statt, das Rückspiel wird am Sonntag, 5. Mai, in Vechta ausgetragen.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)