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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Rasta – mehr als ein Überraschungsteam

12.03.2019

Vechta Im Frühsommer 2014 war der Basketball-Nordwesten drauf und dran, etwas Einmaliges zu erreichen. In den Playoff-Halbfinalduellen der Bundesliga standen sich einerseits Bayern München und die EWE Baskets Oldenburg sowie andererseits Alba Berlin und die Artland Dragons Quakenbrück gegenüber. Zwar setzten sich die Teams aus den Metropolen letztlich durch und zogen ins Endspiel ein (München mit 3:2, Berlin mit 3:1), doch es hatte eben nicht allzu viel zu einem rein nordwestdeutschen Finale um die deutsche Meisterschaft gefehlt.

Emotionaler Calles

Knapp fünf Jahre später lässt die Region wieder bundesweit aufhorchen. Denn neben dem etablierten Spitzenteam aus Oldenburg ist rund 60 Kilometer südlich Rasta Vechta inzwischen weit mehr als die lustig klingende Fahrstuhlmannschaft aus dem Oldenburger Münsterland, das lange für Schweine- und Geflügelzucht, nicht aber für hochwertigen Basketball bekannt war. Und mit dem 93:75-Erfolg gegen Meister und Tabellenführer Bayern München am Sonntagnachmittag bewies das Team eindrucksvoll, was es in dieser Saison zu leisten imstande ist.

„Wir müssen dennoch fest auf dem Boden bleiben“, sagte Rasta-Trainer Pedro Calles nach dem Spiel gegen die Bayern. Sätze wie dieser gehören untrennbar zum Profisport und wohl jeder Fan weiß, dass Calles damit nicht als Stimmungstöter, sondern als professionell arbeitender Coach wahrgenommen werden will. Dass dieser Sieg auch beim Spanier heftige Emotionen auslöste, war beim Abklatschen mit den Fans nach Spielende aber deutlich zu sehen.

Wenn das breite TV-Publikum auf die Erfolge aufmerksam wird (die ZDF-Sportreportage, die ARD-Sportschau und der NDR-Sportclub berichteten am Sonntag über das Spiel), sind es die Fachkräfte innerhalb der Basketball-Szene schon lange. Das heißt, Calles und Co. haben bei der Konkurrenz das Interesse längst geweckt. „Unser Trainer hat im vergangenen Sommer einen Zweijahresvertrag unterschrieben“, wird Rasta-Pressesprecher Jörn Bente nicht müde zu betonen. Auch ein solcher Kontrakt kann natürlich nicht verhindern, dass der 35-Jährige möglicherweise in diesem Sommer zu einem größeren und finanzkräftigeren Club wechseln wird. Aber es zeigt auch, welch Vertrauen der Aufsteiger im vergangenen Jahr Calles entgegenbrachte.

Berlin, Bamberg und Bayern geschlagen

Nach der überraschenden Trennung von Doug Spradley, der Vechta zum Aufstieg geführt hatte, wurden rund um den Rasta-Dome die Namen prominenter Trainer diskutiert, mit dem der dritte Versuch in der Bundesliga nun angegangen werden könnte. Stattdessen machte Rastas mächtiger Geschäftsführer Stefan Niemeyer den bisherigen Assistenztrainer zum Chefcoach, in solchen Fällen wird gern von einer „kleinen Lösung“ gesprochen. Und diese Lösung steht nun kurz davor, zum „Trainer des Jahres“ in der Bundesliga gewählt zu werden. Das wiederum würde ihn auf dem Markt noch ein Stück attraktiver machen als er ohnehin schon ist.

Nach den beiden katastrophal verlaufenen Bundesliga-Gastspielen 2013/14 und 2016/17, die jeweils mit dem Abstieg geendet hatten, setzt der aktuelle Tabellendritte Rasta in der laufenden Saison Glanzpunkt auf Glanzpunkt. Die Liste der von Vechta in dieser Spielzeit bezwungenen Gegner war schon vor dem Bayern-Gastspiel am Sonntag prominent besetzt, darauf finden sich bereits die früheren Meister Alba Berlin und Brose Bamberg.

Da sich die stark aufspielenden Oldenburger inzwischen auf Platz zwei eingenistet haben, erscheint es derzeit unwahrscheinlich, dass es in der ersten Playoff-Runde ein nordwestdeutsches Duell zwischen den Baskets und Rasta geben wird. Denn der Tabellenzweite trifft dann auf den Tabellensiebten – und bei der derzeit starken Form Vechtas ist es unwahrscheinlich, dass das Team noch so weit abrutscht.

Pressestimmen zum Sieg von Rasta Vechta gegen Bayern München

Vechta Nach Dem Bayern-Coup

Pressestimmen

Vechta Der sensationelle Sieg von Rasta Vechta gegen den FC Bayern sowie der überragende Lauf des Aufsteigers bewegt die Medien in ganz Deutschland.

Süddeutsche Zeitung

Seriös ist anders. Beim 75:93 in Vechta lässt sich der Meister phasenweise vorführen. Vechta, der Aufsteiger, trat so abgeklärt und selbstsicher auf, als würde er die deutsche Bundesliga international in der höchsten europäischen Spielklasse repräsentieren und nicht der Meister aus München. Der Club setzte damit seine wundersame Reise durch die Saison fort.

Münchner Abendzeitung

Diese Pleite der Bayern-Basketballer ist eine Überraschung. „Sie haben heute gezeigt, warum sie eines der besten Teams in der Liga sind“, sagte Bayerns Petteri Koponen über Rasta Vechta.

Münchner Merkur

Aufsteiger Vechta führt die Bayern vor. Der Favoritenschreck machte auch vor dem FC Bayern nicht Halt. Vechta bewies von Beginn an, dass man keine Angst vor großen Namen hat. Das Team von Pedro Calles verteidigte physisch und hochkonzentriert. Williams & Co. wirkten müde und fanden selten Antworten auf die aggressive Verteidigung und die stürmischen Offensivaktionen.

Stuttgarter Nachrichten

Ein Hauch Jamaika im Basketball. Vechta ist die nächste Sensation gelungen. Die Mannschaft profitiert von einer intensiven Defensive, ähnlich wie sie Ludwigsburg bis zur Vorsaison praktiziert hat. Die Mannschaft weist die meisten Ballgewinne (ein Produkt des Pressings), aber auch die meisten Drei-Punkte-Würfe der Liga aus. Das spricht fürs Selbstvertrauen der Spieler im Verein, der sich gerne als „der geilste Club der Welt“ bezeichnet.

ARD-Sportschau

Ein Tag für die Geschichtsbücher von Rasta. Mit einer Wahnsinns-Leistung schlägt der Aufsteiger Vechta den großen Favoriten und deutschen Meister FC Bayern mit 93:75. Rasta war von Beginn an hochkonzentriert und wurde von den mehr als 3000 Zuschauern frenetisch gefeiert.

NDR

Vechta hat für die nächste faustdicke Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Pedro Calles führte zwischenzeitlich mit 24 Punkten. Vechta, das mit dem Coup seinen dritten Platz festigte, spielt eine überragende Saison.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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