Oldenburg - Am Montag brachen die EWE Baskets Oldenburg nach Frankreich auf, wo der Basketball-Bundesligist an diesem Dienstag (20.30 Uhr) im Champions-League-Vorrundenspiel bei Asvel Lyon gastiert. Mit einem Auswärtssieg könnten die Oldenburger den französischen Meister von Platz zwei der Gruppe C verdrängen.
Auf Vaughn Duggins müssen die Baskets dabei erneut verzichten, der US-Amerikaner fällt seit zwei Wochen verletzt aus. Darüber, wie lange dieser Zustand noch anhält, herrscht großes Rätselraten.
Offiziell spricht der Club von einer Fußverletzung am Sprunggelenk, genauere Aussagen zur Verletzung von Duggins gibt es nicht. „Vaughn befindet sich zurzeit in medizinischer Behandlung“, sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller am Montag auf NWZ -Anfrage. Rund eineinhalb Wochen wolle man noch warten, ob die Therapie anschlägt oder ob doch eine Operation nötig ist. Eine Prognose wollte Schüller nicht abgeben: „Wir müssen einfach abwarten.“
Duggins selbst klang am Sonntag nicht gerade optimistisch. „Ich will natürlich so schnell wie möglich zurückkehren“, meinte der 29-Jährige am Rande des Heimspiels gegen Würzburg (85:75): „Aber ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, wann ich wieder Basketball spielen kann.“ Derzeit, so der US-Amerikaner, würde ihm „jeder Schritt“ Schmerzen bereiten.
Längst bereiten sich die Baskets-Verantwortlichen im Hintergrund auf einen möglicherweise längeren Ausfall des Flügelspielers vor und sichten den Transfermarkt nach einem Ersatz für Duggins. „Wir beschäftigen uns damit“, meinte Schüller.
Laut des Clubchefs werden die Baskets sogar „in jedem Fall“ noch einen zusätzlichen Spieler für die kleinen Positionen verpflichten. Ob dies früher oder später passiert, hängt vom Heilungsverlauf bei Duggins ab.
Ein tieferer Kader sei unerlässlich, um mögliche Ausfälle im späteren Saisonverlauf besser als früher kompensieren zu können, meinte Schüller: „Wir wollen das Risiko minimieren, dass uns Verletzungen noch einmal so hart treffen wie in den vergangenen beiden Playoff-Jahren.“
