Oldenburg - Das Warten hat ein Ende. „Finale oder Ferien“ lautet das Motto vor dem entscheidenden fünften Halbfinalspiel zwischen den EWE Baskets Oldenburg und RP Ulm an diesem Donnerstag (20 Uhr, große EWE-Arena). Der Verlierer kann den Urlaub buchen, der Gewinner spielt ab Sonntag um die deutsche Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga.

Die Vorfreude auf die Begegnung ist riesig: Die Halle ist mit 6000 Zuschauern ausverkauft, am Mittwoch gingen auch die letzten Restkarten weg. Und auch die Baskets können den Tip-off kaum mehr abwarten: „Wir sind alle heiß auf das Spiel“, sagte Trainer Sebastian Machowski.

Positiv stimmt den Chefcoach zudem, dass Rickey Paulding „auf jeden Fall“ mit von der Partie sein wird. Der Kapitän nutzte die verhältnismäßig lange Zeitspanne nach der 79:81-Niederlage in Spiel vier am Sonnabend in Ulm in erster Linie zur Behandlung seiner lädierten Wadenmuskulatur. „Die Pause hat Rickey gut getan. Es geht ihm besser. Wie fit er tatsächlich ist, werden wir aber erst heute Abend sehen“, sagte Machowski.

Paulding wird also auf dem Parkett stehen – ob er dabei auf Per Günther trifft, ist indes nach wie vor offen. Ulms Aufbauspieler, der sich vor zwölf Tagen in Spiel zwei einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, absolvierte am Mittwoch ein lockeres Wurftraining; sein Einsatz entscheidet sich aber erst nach dem Abschlusstraining in der großen EWE-Arena an diesem Donnerstag. In der Vorbereitung der Baskets habe die Diskussion um Günther keine Rolle gespielt, versichert Machowski: „Diese Spekulationen belasten uns nicht. Wir schauen nur auf uns.“

Der 41-Jährige versucht, den Druck von seinem Team zu nehmen. Vor dem Spiel werde er in der Kabine deswegen auch nicht mehr allzu viele Worte verlieren. „Über Inhalte muss da nicht mehr groß gesprochen werden. Ich werde den Jungs sagen, dass sie locker ins Spiel gehen und Spaß haben sollen.“

Auf der Suche nach dem richtigen Ton sind derweil auch die Mitarbeiter der Baskets-Geschäftsstelle. Seit dem Umzug in die neue Arena gab es von einigen Besuchern Kritik an der zu großen Lautstärke in der Halle. „Wir suchen noch nach der optimalen Lösung“, erklärte Sprecher Torben Rosenbohm. Beim jüngsten Heimspiel gegen Ulm habe man deswegen die Lautstärke der Musik und des Hallensprechers heruntergedreht.

Übrigens: Wer keine Karte für die Partie bekommen hat, kann das Spiel beim Public Viewing im Kulturzentrum Ofenerdiek (Weißenmoorstraße 289) verfolgen. Der Eintritt ist kostenlos (Einlass: 19 Uhr).