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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets Oldenburg jubeln nach Kraftakt

31.12.2018

Würzburg Will Cummings tippte seinem Gegenspieler den Ball aus den Händen, wurde postwendend von Frantz Massenat auf die Reise geschickt, vollendete per Korbleger und schlug sich anschließend mehrmals mit der Hand auf die Brust. Mit dieser Aktion zum 82:76 in der vorletzten Minute entschied der Spielmacher der EWE Baskets eine hartumkämpfte Partie bei s.Oliver Würzburg zugunsten der Oldenburger, die wenig später erleichtert und erschöpft die Arme zum Jubeln in die Höhe rissen.

Dass die spielerische Darbietung keineswegs berauschend war und der 88:78 (36:37)-Auswärtserfolg am Ende etwas zu hoch ausfiel, war den Baskets dabei am Sonntagnachmittag herzlich egal. Beim Basketball-Bundesligisten überwog die Freude und der Stolz, nach dem 90:70-Sieg in Bayreuth auch den zweiten Teil des Franken-Trips erfolgreich gestaltet zu haben.

„Wir sind das einzige Team, das zwischen Weihnachten und Neujahr zweimal auswärts spielen musste. Wir mussten vier Tage in Hotels rumhängen, dadurch war die Vorbereitung alles andere als optimal. Meine Mannschaft hat am Ende durch ihre individuelle Qualität und ihr Herz das Spiel für uns entschieden“, lobte Trainer Mladen Drijencic sein Team. „Alle haben Großartiges auf dieser Südtour geleistet“, sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller, der angesichts von zehn Siegen aus zwölf Spielen und dem dritten Tabellenplatz von einer „brillanten Bilanz“ sprach. „Ich bin sehr stolz auf unsere Trainer und unsere Spieler“, ergänzte ein rundherum zufriedener Clubchef. Das Jahr 2019 beginnt für die Baskets an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/große EWE-Arena) mit einem Heimspiel gegen den Nordrivalen Eisbären Bremerhaven.

Nach dem glanzvollen Auftritt in Bayreuth war für den Erfolg im 150 Kilometer entfernten Würzburg jedoch ein wahrer Kraftakt vonnöten. In einer zähen Partie mit viel Kampf und Krampf zogen die Oldenburger erst kurz vor dem Ende zum siegbringenden Schlussspurt an, in welchem Topscorer Cummings (22 Punkte) voranging. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. In den letzten drei Minuten haben wir aufs Gas gedrückt“, meinte Rasid Mahalbasic, der mit 19 Punkten und elf Rebounds eine starke Leistung ablieferte.

Nachdem die Baskets in Bayreuth noch mit ihrer Treffsicherheit aus der Distanz begeistert hatten, schossen sie in Würzburg mit ihren Dreiern die sprichwörtlichen Lampen aus, in den ersten 30 Minuten flog nur einer (!) von 19 Versuchen durch die Reuse. Weil Würzburg vor 3140 Zuschauern von außen auch nicht besser traf und beide Teams engagiert verteidigten, entwickelte sich eine nicht besonders ansehnliche, aber spannende Begegnung.

Im vierten Viertel fielen urplötzlich die Dreier: Frantz Massenat und Philipp Schwethelm trafen hintereinander aus der Distanz, Oldenburg führte mit 69:67 (35.). Würzburg glich durch Cameron Wells noch einmal aus (76:76/37.), doch dann machte Cummings endgültig den Deckel drauf.

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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