Würzburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben mit einem regelrechten Kraftakt auch das letzte Spiel des Jahres gewonnen. Am Sonntagnachmittag setzte sich der Basketball-Bundesligist bei s.Oliver Würzburg mit 88:78 (36:37) durch und schloss seinen Franken-Trip damit mit der Maximalausbeute von 4:0 Punkten ab. Drei Tage nach dem überzeugenden 90:70 in Bayreuth war der Erfolg im nur 150 Kilometer entfernten Würzburg jedoch ein glanzloser. In einem zähen Spiel ohne spielerische Höhepunkte ging es bis drei Minuten vor dem Ende ausgeglichen zu, erst dann zogen die Baskets zum letztlich siegbringenden Schlussspurt an. Der sehr gute Spielmacher Will Cummings war mit 22 Punkten bester Werfer der Oldenburger, die mit dem zehnten Sieg im zwölften Saisonspiel ihren dritten Tabellenplatz verteidigten. Eine starke Vorstellung bot auch Center Rasid Mahalbasic mit 19 Punkten und elf Rebounds. Für die Würzburger avancierte Xavier Cooks mit 13 Zählern zum Topscorer.

Nachdem die Oldenburger in Bayreuth noch mit ihrer Treffsicherheit aus der Distanz begeistert hatten, trat in Würzburg das Gegenteil ein. Die Baskets schossen mit ihren Dreiern die sprichwörtlichen Lampen aus, in der ersten Halbzeit flog nur einer von elf Versuchen durch die Reuse. Weil Würzburg von außen auch nicht wesentlich besser traf und beide Teams engagiert verteidigten, lagen die Kontrahenten zur Halbzeitpause nahezu gleichauf.

Nach Wiederbeginn wurde die Partie immer zerfahrener. Viele Fouls und Diskussionen bestimmten das Geschehen, der Spielfluss kam zeitweise völlig zum Erliegen. Nathan Boothe sorgte schließlich in der 29. Minute mit seinen Punkten zum 55:50 für die bis zu diesem Zeitpunkt höchste Führung der Baskets. Nur eine Minute und ein 0:-8-Lauf später lagen die Oldenburger zum Ende des dritten Viertels aber wieder zurück (55:58). Angesichts der weiterhin desaströsen Dreierquote (1/19) konnten die Gäste mit diesem Zwischenstand aber noch einigermaßen leben, hielt er doch alle Optionen für den Schlussabschnitt offen.

Und tatsächlich: Im vierten Viertel fielen plötzlich die Dreier. Frantz Massenat und Philipp Schwethelm trafen hintereinander aus der Distanz, Oldenburg führte mit 69:67 (35.). Kurz darauf glich Würzburg durch Cameron Wells wieder aus (76:76/37.), doch dann setzten die Baskets die entscheidenden Akzente und feierten am Ende einen etwas zu deutlichen Arbeitssieg. Weiter geht es für das Team von Trainer Mladen Drijencic bereits am Mittwoch, 2. Januar, mit einem Heimspiel. Dann sind ab 20.30 Uhr die Eisbären Bremerhaven zum Nordduell in der großen EWE-Arena zu Gast.