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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Zwei Herzen in einer Brust

13.05.2014

Bonn /Oldenburg Als Michael Pappert am Montagabend nach einem langen Arbeitstag nach Hause kam, erwartete den 56-Jährigen eine angenehme Überraschung. Auf dem Küchentisch lagen drei Eintrittskarten für das zweite Playoff-Viertelfinale zwischen den Baskets Bonn und den EWE Baskets Oldenburg an diesem Dienstag (19.30 Uhr) auf dem Bonner Hardtberg. Seine Frau Dagmar hatte die Tickets besorgt.

„Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut. Das wird ein klasse Spiel“, sagte Pappert, der zu beiden Clubs eine besondere Bindung verspürt. Seit zwölf Jahren lebt der einstmals beste deutsche Basketballer mittlerweile in Bonn, der ehemalige Nationalspieler (169 Länderspiele) arbeitet als Lehrer an einer Privatschule in Bad Godesberg, einem Stadtteil der früheren Bundeshauptstadt.

Davor war Oldenburg lange Zeit Papperts Heimat. 1994 startete er Oldenburger TB, aus dem später die EWE Baskets hervorgingen, seine Trainerkarriere. Für den damaligen Zweitligisten war dies eine große Nummer: Schließlich galt Pappert in den 1980er Jahren als das Aushängeschild des deutschen Basketballs. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles führte er die deutsche Mannschaft als Kapitän aufs Parkett.

Allerdings verlief Papperts Trainer-Debüt in Oldenburg alles andere als glücklich. Weil der Erfolg ausblieb, wurde er während der Saison von Ralph Odgen abgelöst. Trotz dieser Demission war sich der gebürtige Hamburger nicht zu schade, wieder das Spielertrikot überzustreifen. Auch dank seiner nach wie vor vorhandenen Klasse schaffte das Team noch den Klassenerhalt.

Die Trainer-Karriere legte er anschließend ad acta, fortan jagte der langjährige Nationalspieler dem orangenen Ball noch einige Jahre – bis 2002 – in den Seniorenteams des OTB hinterher. „Zu einigen Mitspielern von damals wie Holger Smit habe ich auch immer noch Kontakt“, berichtet Pappert.

Die aktuelle Viertelfinalserie zwischen Bonn und Oldenburg (0:1) verfolgt der 56-Jährige mit gemischten Gefühlen. „Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, räumt er ein: „Ich würde beiden Teams das Weiterkommen wünschen.“ Obwohl er die Kontrahenten „so ziemlich auf Augenhöhe“ sieht, vermutet der ehemalige Flügelspieler, dass sich die Oldenburger durchsetzen: „Ich glaube, dass die individuellen Qualitäten eines Julius Jenkins oder Rickey Paulding und die größere Erfahrung der Oldenburger letztlich den Ausschlag geben werden.“

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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